Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 15)
- Language
- German
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82 S. 529 Mitte. Die Stelle Schab 40b ist nicht richtig verstanden worden, abgesehen da,von> daß es sich bei R. Jizchak b. Abdimi nicht um den späteren Amoräer gleichen Namens, sondern um einen Schüler Rabbis handelt (vgl. Res 54a und Clvul 110a; bei Strack, Einleitung, allerdings nicht zu finden), רבני somit Eigenname ist. Rabbi sagte, R. Jizchak. möge die Oelflasche nicht direkt ins Bassin tun, denn dieses gleiche einem כלי ראשון, d. h. einem Topfe, in welchem auf dem Feuer gekocht’wird. Er möge vielmehr mit irgend einem Gefäße aus dem Bassin heißes Wasser schöpfen undärst in dieses Gefäß die Oelflasche hineinstellen. Dieses Gefäß ist ein כלי שני, d. h. ein Gefäß, das nicht direkt mit dem Feuer oder der die Hitze erzeugenden Urquelle in Berührung kommt. — S. 579 unten: ,,ob es erlaubt sei, eine Henne (an den Zwischenfeiertagen) zu tragen6‘. Es muß natürlich heißen ,,an Feiertagen“. — S. 698 unten: ״Jeder konnte das Abspülen seiner Hände selbst vornehmen; man nahm das Wassergefäß etwa zwischen die Kniee, neigte es zur Seite und ließ seinen Inhalt über die Hände fließen“. Das war durchaus nicht das Uebliche.^ Die Vorschrift ist, ein Gefäß in die Hand zu nehmen und die andere Hand zu begießen. Die Mischna sagt bloß, daß, wenn man so getan hat, die Hände als rein anzusehen sind, da noch immer בח נברא in Anwendung gekommen ist. Noch . eine Stelle darf nicht unerwähnt bleiben. S. 419 wird aus dem Alenugebet zitiert: לחכן עולם בכלבות ש׳, anstatt לתקן. Dementsprechend stimmt die Uebersetzung und was dazu gesagt wird nicht. Trotz aller Aussetzungen soll zum Schlüsse nochmals anerkannt werden, daß die Verfasser ein Werk geschaffen haben, das für lange Zeit ein Standardwork bleiben wird. J. Krengel. Festskrift J Anledning af Professor David Simonsens 70־־Aarige Foedselsdag, Kobenhavn, Hertz’s Bogtrykkeri 1923. 400 S. und .55 S. bebr, Text. Dem gelehrten Jubilar Prof. David Simonsen in Kopenhagen haben Freunde, Verehrer und Gönner mit dieser Festschrift zum 70. Geburtstag ein würdiges Denkmal gesetzt, das zugleich mit der Vielsprachigkeit der äußeren Form (dänisch, englisch, französisch,, .niederländisch, deutsch, schwedisch, hebräisch) und der Verschiedenartigkeit der inhaltlichen Fülle (27 Ab■*, handlungen in der ersten, 6 in der zweiten hebräischen— Abteilung) ein markantes Zeichen der Universalität der jüdischen Wissenschaft abgibt und der gleichen wissenschaftlichen Universalität Simonsens gerecht wird. Diese' letztere wird aus der Zusammenstellung seiner Arbeiten deutlich, mit der Josef Fischer-Kopenhagen die Festschrift eröffnet. Andere Kopenhagener Forscher folgen; Prof. Buhl behandelt die in ihrer Bedeutung noch nicht geklärten arabischen Monogramme, die einer Anzahl von Koransuren voranstehen, und sieht in ihnen, frühere Hypothesen aufnehmend, Hinweise auf die Binzeihefte, aus denen der Koran entstanden ist. In besonders freundlichen. Worten steuert der als Aegyptologe wie als Inkunabelforscher anerkannte Direktor der Kgl. Bibliothek in Kopenhagen H. O. Lange seine Festgabe bei, indem er das Druckerzeichen eines der ältesten Kölner Buchdrucker Nicolaus Gotz entziffert. Der. Nestor der dänischen Forscher Prof. Waldemar Schmidt• erörtert eingehend die schwierige Frage der Chronologie des Aufenthaltes der Juden in Aegypten und ihres Auszuges auf Grund der ägyptischen, israelitischen und babylonischen Berichte. Den Vertretern Dänemarks folgen die Gelehrten; aus England, Amerika, Frankreich und Holland. Abrahams-; Cambridge, der zur Zeit die Haftaroth des dreijährigen Zyklus bearbeitet* gibt aus einem dortigen handschriftlichen Fragment eine Zusammenstellung von solchen : zur Genesis. Elkan Adler-London berichtet über. die Talmuddrucke vor Bömberg. Israel Davidson-New :York gibt bibliographisches Material über die mittelalterlichen Synagogenpoesien irv den verschiedenen Ländern und Sprachen. Israel Levi-Paris berichtigt die falsche Auslegung eines Ausspruches von. Simon b. Lakisch in Bereschith Rabba, der christlichen Dogmatikern für. die :Präexistenz des Messias beweiskräftig erschien. J. S. da; Silva Rosa-Amsterdam bringt einen Beitrag zur Biographie des sefardischen Dichters und Historikers Daniel Levi de Barrios mit einem Briefe', desselben u-nd;;seiner:;;wirklichen••.. Grabinschrift. Die Reihe der Aufsätze in deutschen Sprache eröffnet; Aptowitzer-Wien, der einige eigenartige Agadas über die, ד Schöpfung des Menschen als antignpstiscb oder. als antiheidnisch gerichtet