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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 1 · p. Seite 78

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 1
Article
[Nachricht]
Date
1922-01-01
Page
Seite 78 (sequence 3)
Language
German
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R. H. Melamed The Targum to Canticles according to ft Yemen Mss.. Philadelphia 1921, 11 ל S. Der Ausgabe geht eine kurze Einleitung über die Targume und eine sorgfältige Besprechung der Hss. voraus. Abr. S c h l e s i n g e r , Einführung in den Zionismus, Frankfurt 1921, 168 S., 25 Mk. Gibt eine übersichtliche Darstellung der verschiedenen Formen des Zionismus, ihrer Unterschiede und gemeinsamen Züge, mit wichtigen Dokumenten. Durch Klarheit und Unparteilichkeit Anhängern . wie Gegnern empfehlenswert. E. Sellin, Das Alte Testament und die evangelische Kirche der Gegenwart, Leipzig und Erlangen 1921. 108 S., 14 Mk. Nach S. ist ,,das A. T. kein übernatürlich geoffenbarter, göttlich inspiriertes Buch, wohl aber ein menschliches Schrifttum, das Zeugnis ablegt von einer göttlichen Offenbarung, die sich im Laufe der Geschichte eines Volkes vollzogen hat.“ Sein religiöser Wert für den Christen wird (gegen Harnack und Delitzsch) erst durch einen Ueberblick über die wichtigsten Vertreter biblischer Frömmigkeit, dann durch den Hinweis auf die Stellung Jesu und der Apostel zu ihrer Bibel dargetan. Das Verständnis für die Bedeutung des A. T. zur Ergänzung, ja, zur Berichtigung der Neutestamentlichen Frömmigkeit kommt am ehesten S. 87 ff. zum Ausdruck: die christliche Frömmigkeit werde leicht einseitig, wenn sie sich nur auf das N. T. stützt, in welchem Gott in seinem Verhältnis zur Natur, aber auch als der gnädige Schöpfer aller guten natürliehen Gaben an den Menschen wenig gewürdigt wird; ,,ein Christentum ohne das A. T. kann leicht zur Askese führen; Welt und Leben einerseits und die Religion andererseits fallen leicht auseinander; ist das N. T. doch vollständig unter dem Gesichtspunkt der bevorstehenden Pamsie des Herrn, geschrieben“. A 1 p h. J. Sußnitzki, Das jüdische Problem in Palästina. Berlin 1921, 74 S., 15 Mk. Bespricht das Anrecht der Juden auf Palästina, die politischen und wirtschaftlichen Probleme, die sich aus der Besiedelung Palästinas mit Juden ergeben, und das Kulturproblem, letzteres aber nur kurz und ohne Beachtung der religiösen Entwicklungsmöglichkeiten. B. Wolff, Lehrer in Aurich, Das Buch Esther. Frankfurt 1922. 52 S., 20 Mk. +30% Verlags Zuschlag. Versucht, namentlich sprachliche und psychologische Schwierigkeiten unter Heranziehung der Ueberlieferung׳ in Mischna und Midrasch zu erklären. Lion Wolff, אמני זכרון Grabsteininschriften, hebräisch und deutsch. Leipzig 1921. 167 S. Mancher Lehrer, der Trauernde bei der Wahl der Grabsteininschrift zu beraten hat, wird dem Vf. für seine reichhaltige Sammlung von Bibelversen und (teilweise selbstverfaßte) Inschriften danken; allerdings ist der Ausdruck in den hebräischen Inschriften nicht immer gewandt, und auch die metrischen Uebersetzungen ins Deutsche rechnen offenbar nicht mit Benutzern von feinem Sprachgefühl. Wir sind mit dem Vf. darin einig, daß in den allermeisten Fällen ein Bibelspruch, vielleicht mit nichtmetrischer Uebersetzung, zu empfehlen ist. Die jüdische Religion in Gegenwart und Zukunft. Offene Worte an meine Religionsgenossen von Ne’man (נאמן). •Leipzig 1921, 118 S. Uebt eine sehr ehrliche und gutgemeinte, aber unglaublich bizarre und. überreizte Kritik an dem modernen Bequemlichkeitsjudentum.

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