Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechungen. 78 ¬מוסע Wfesen und der Bedeutung der einzelnen Gottheiten und von ihren vielverschlungenen Beziehungen zu einander zu gewinnen . Wenn es sich bei der Göttin Ninkarrak auch nicht um eine Hauptgestalt der babylonischen Götterwelt handelt, so wird doch jeder, der die Schrift N i k e 1 s durcharbeitet, besonders der Religionsgeschichtler, manche Anregung daraus schöpfen können. Dresden. F. Schmidtke. Dalman, G., Palästina-Jahrbuch, Jahrg. XIII, Berlin, E. Mittler & Sohn, 1917, 8. Das ״deutsche evang.־ Institut für Altertumswissenschaft des heil. Landes zu Jerusalem״ wurde bis zum Kriege von Geheimr. Prof. D. Dr. Dalman, z. Z, Greifswald geleitet. Die von dem Institute herausgegebenen Jahrbücher brachten bereits 1913, 14 und 15 aus der Feder Dalmans sehr beachtliche Forschungen über die Reste jüdischer Kunst in Palästina. Größtes Interesse verdienen nun die Ausführungen in dem neusten Jahrbuch, nicht nur bezüglich der jüdischen Baureste, sondern auch über das Verhältnis der Juden zu diesem Lande und zwar sowohl bezügiich der dort bereits ansässigen als auch des gesamten Judentums überhaupt. Dalman, der durch seine jahrelange Tätigkeit in Jerusalem Land und Leute gründlich kennen lernte und. seine wissenschaftliche Tätigkeit auf alle Heiligtümer sowohl des alten wie des neuen Testamentes in gleich umfassender Liebe ausdehnte, widmet 17 Seiten des Jahrbuches seinen Ansichten über diese Gebiete. Was die jüdischen Baureste anlangt, so finden wir in D.’s Aufsatz überaus beachtenswerte Ergänzungen zu dem Werke ״Antike Synagogen in Galiläa״ (Kohl & Watzinger, 1916)1), Zunächst bezweifelt D. die vielfach vertretene Ansicht, daß der Felsen auf dem Tempelplateau (er wölbt sich über einer Höhlung, von dem — nach Kuhn: Gesch. d. Bauk I, 356 — ״rabbinische und mohammedanische Sagen allerlei Geheimnisvolles zu erzählen wissen״ die Stelle sei, auf der die Bundeslade aufruhte. Die Moslemen haben über dieser auch ihrem Religionsgefühl heiligen Stelle den Felsendorn (Kubbet es Sachra) errichtet. D a 1 m a n , der den Felsen betreten und ausmessen durfte, hält es nicht für wahrscheinlich, daß hier das Allerheiligste stand, nimmt vielmehr den Felsen als Ort des großen Brandaltares an. Die Stätte des Heiligtums befindet sich seiner Ansicht nach nächst der nördlichen Treppen, die zum Dome an dessen Aussenseite führen. Während vom Tempelhause selbst kein Stein mehr sichtbar ist, finden wir das Bild eines seiner Geräte, der ״Menorah״ häufig, mit Vorliebe an Türstürzen. 1) Eine Besprechung des Buches erfolgt demnächst.