Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 1 · p. 76

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1920-01-01
Page
76 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829897-2829899-2848023--43889-2848111
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Besprechungen. Nikel, Johannes: Ein neuer Ninkarrak-Text. Transscription, Übersetzung und Erklärung nebst Bemerkungen über die Göttin Ninkarrak und verwandte Gottheiten. [Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums, im Aufträge und mit Unterstützung der Görres-Gesellschaft herausgegeben von Drerup, Grimme u. Kirsch. X. Band, 1 Heft] VII u. 64 S., gr. 8. M. 4,—. Paderborn, Schöningh 1918. Die Kapitel 1—3 der vorliegenden Schrift bringen die Beschreibung, Transscription, Übersetzung und Erklärung des von Ebeling im 1. Heft der ״Keilschrifttexte aus Assur religiösen Inhalts“ unter den Nummern 15 und 16 veröffentlichten zweisprachigen Hymnus auf die Göttin Ninkarrak. Der Text ist in Nr. 16 fast vollständig erhalten, das Duplikat Nr. 15 bietet nur geringe Ergänzungen. Es dürfte sich um ein Prozessionslied zu Ehren der genannten Göttin handeln: Das Götterbild der Ninkarrak wird aus dem Tempel zu Isin in den Tempel des Enlil nach Nippur gebracht. Die Götterbilder der Damu und Gunura, des Enlil und Nunnamnir werden in der Prozession mitgeführt, das göttliche Emblem wird vor Ninkarrak hergetragen, der Gott Sumah ״geht“ vor ihr her. Durch die gereinigten Straßen der Stadt bewegt sich der Zug zum Ufer des Euphrat, von da geht es zu Schiff ־weiter. Am Kar-gestinna (d. i. Weinkai) zu Nippur legt das Schiff an und die Prozession zieht zum Tempel des Enlil. Man bringt Opfer dar und feiert die Vermählung der Ninkarrak mit dem Gotte Pabilsag. Frohe Gesänge und Saitenspiel begleiten die Festlichkeiten. An der Prozession nimmt auch der König teil. Im 4. Kap. behandelt N. sonstige Texte, in denen Ninkarrak vorkommt, wobei die Gleichung Ninkarrak Nin-isin־na und Gula vorausgesetzt wird, es erscheinen daher im folgenden auch Texte mit Nin-isin-na und Gula. Angefangen von den Tafeln von Drehern und einem Hymnus aus der Zeit des Königs Idin-Dagan von Isin (um 2400 v. Chr.) werden uns die datierten Urkunden bis auf die neubabylonische Zeit vorgeführt. Personennamen aus datierten Urkunden bis auf die Zeit Artaxerxes I. beschließen die Übersicht. Es folgen undatierte Texte: die Surpu-Tafeln, Beschwörungen, Hymnen, die Götterliste An=*lAnum, undatierte Grenzsteine, medizinische Texte, kultische Kalender und Hemerologien, astronomische Texte, Erwähnungen von Gulatempeln und schließlich die von Schröder in der Hommelfestschrift (MVAG 1916) veröffentlichte ״Götterliste für den Schulgebrauch“.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.