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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 1 · p. 37

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 1
Article
Zur Lebensgeschichte Uriel da Costas
Date
1918-01-01
Page
37 (sequence 1)
Language
German
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Zur Lebensgeschiehte üriel da Costas. Von N. Porges. Nicht eine erschöpfende Lebensbeschreibungdes bemitleidenswerten Zweiflers Uriel da Costa und nicht eine Schilderung oder Wertung seiner Person, seines Charakters und seiner Meinungen •soll am Folgenden versucht werden; ich beabsichtige auch nicht die einzelnen Erdichtungen und Dichtungen zu zerpflücken, mit denen die erfinderische Phantasie sein Bild umsponnen hat, sondern nur das wenige Tatsächliche, urkundlich Gesicherte in seiner Lebensgeschichte will ich festzustellen suchen, um so weit wie möglich Irrtümer zu berichtigen, Dunkelheiten aufzuhellen und neue Aufschlüsse zu geben. Hauptquelle für da Costas Lebensgeschichte ist und bleibt seine Autobiographie, die er unter dem Titel »Exemplar humanae vitae«1) unmittelbar vor seinem Selbstmord niedergeschrieben hat x) Zuerst veröffentlicht von Ph. von Limborch in seinem Buche: De verdate religionis Christianae amica collatio cum erudito Judaeo. Goudae 1687, S. 346—354, sodann in zweiter Ausgabe (Jriel Acostas Selbstbiogr. lat. und deutsch, Leipzig 1847, und in dritter Ausgabe lat. mit Einleitung und Anmerkungen von W. Volkmami unter dem Titel »Uriel Acosta, eine Skizze« in der Festschrift zur Jubelfeier des .Magdalenen-Gymnasiums zu Breslau 1893, S. 54—90. Ich zitiere im Folgenden das »Exemplar humanae vitae« mit der Abkürzung Ex. unter Hinzufügung der Seitenzahl nach der 3. Ausgabe. Einige erhebliche Irrtümer Volkmanns in seinen Anmerkungen seien gleich hier berichtigt S. 60, Anm. 1 schreibt er »Menassch (Ben-Israel) selbst war an dem Verfahren (gegen Acosta) nicht beteiligt, weil er zur Zeit in England weilte.« Das ist ein Irrtum. Nur bei der Exkommunikation Spinozas hat Menassch nicht mitgewirkt, weil er 1656 in England weilte. S. 72, Anm. 2 erklärt V. die Worte da Costas »minus habebant difficultatis

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