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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 1 · p. 33

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 1
Article
Das Wort Rabbi im nichtjüdischen Schrifttum
Date
1918-01-01
Page
33 (sequence 1)
Language
German
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Dis Wort Rabbi im nichtjüdischen Schrifttum. Von Josef Caro. Wenn das Wort Rabbi an den zwei bekannten Steilen des neuen Testaments uns begegnet, so nimmt uns das nicht Wunder, denn es ist von einem Juden an seinen Glaubensgenossen gerichtet. Im späten Mittelalter finden wir es aber gelegentlich in einer Bedeutung, die von der ursprünglichen nicht allein gänzlich abweicht, sondern auf Christen sich erstreckt. Auffallend ist, daß das Wort ebensowenig wie Rabbiner im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm verzeichnet ist; daß es ein Fremdwort ist, kann nicht der Grund sein, denn Sanders und Weigand (in der Neubearbeitung von Hirt) führen es an, freilich nur in dem landläufigen Sinne. Ebenso verhalten sich das italienische Wörterbuch und das französische von Littré, das unter rabbin eine entsprechende Worterklärung gibt. Anders das Dictionnaire de l'ancienne langue française von Godefroy, das Bd. VI, S. 530 unter rabi zu der gewöhnlichen Bedeutung hinzufügt: employé souvent dune manière dénigrante pour désigner un magistrat sans importance, d. h. also, das Wort hat bisweilen einen verächtlichen Sinn angenommen. Er führt aus Werken des sechzehnten Jahrhunderts drei Stellen an, aus denen der Gebrauch hervorgeht. Zwei von ihnen seien hier mitgeteilt, weil sie beide auf die angebliche prunkhafte Tracht und Kleidung der jüdischen Gelehrten hindeuten: Le deuxiesme de juing, en triomphe et honneurs Vindrent devers le roy des principauîx seigneurs De Veronne la ville, tant pompeux en habits Qu'il sembloit proprement gros scribes ou rabi s (1532). Ferner: Avoir leur fault riches accoustremens, Monatsschrift, 62 Jahrgang. B

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