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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 1 · p. Seite 67

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 1
Article
Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau (1742 - 1945), und seine Zeit
Date
1917-01-01
Page
Seite 67 (sequence 17)
Language
German
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Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau. 67 Mit dieser Notiz schließt in den Akten die Krakauer Episode im Leben Isaak Joseph Theomims. Seine weitern Schicksale sind uns bekannt. Sie gehören der Geschichte der schlesischen und besonders der Breslauer Judenschaft an. In Krakau währte der Streit der beiden Richter noch ein Jahr lang1 * 3) und gab Anlaß zu weitläufigen Auseinandersetzungen im Reichstag und im Senat. Der Referent über diese Angelegenheit im Senate, der Kardinal Lipski, schrieb darüber eine Abhandlung unter dem Titel: Observations sur les prltensions du grand Trlsorier de la Couronne par rapport ä la Jurisdiction des Juifs de Cracovie pendani la vacance du Palatinal) und entschied die Sache zu Gunsten des Finanzministers und des von ihm ernannten Richters Gordon. Der König fügte sich der Meinung des Kardinals und zog die Ernennung Rudnickis zurück, »cum nobis reprasentatum fuerit, hoc prtvilegium esse contrarium ministerio supremi Regni tesaurariiz).t Der neuernannte Wojewode von Krakau, H et man Branicki, beließ daraufhin durch Erlaß vom 3. November 1746 den Gordon in seinem Amte4). Diese Unruhen in der Gemeinde und in der Landsmannschaft wußte der ehemalige Rabbiner David Schmelka auszunützen, um seinen Posten endgültig zu behalten. Nach der Abreise Theomims blieb er weiter in Dzialoszyce, führte aber jetzt ohne Konkurrenz den Rabbinertitel bis an sein Lebensende. Daß er während dieser Zeit seinen Sitz nach Krakau zurück verlegt hätte, erscheint mehr als zweifelhaft5). Denn wir erfahren, daß er im J) Mehrere Protestationen beider Seiten in Bd. 174 wie auch in der Handschrift der Fürstlich Czartoryski’schen Sammlung Nr. 790, S.313־ fi 9) Orginalhandschrift des Kardinals in der erwähnten Handschrift der CzartoryskFschen Sammlung. 3) a. a. O. das Originaldekret. 4) Rel. castr 174, S. 1845—6. 5) Wie mir scheint, kann eine Notiz Dembitzers in s. כלילת יופי II, S. 33 b) nicht endgültig dafür sprechen, daß David Schmelka wirklieh das Krakauer Rabbinat erhalten und dann wieder verloren hat. Eher kann es möglich sein, daß er in Krakau vorübergehend weilte 5*

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