Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras zu den Büchern Jeremias, Ezechiel, Sprüchen Salomos, Esra, Nehemia und Chronik
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829873-2829875-2847624--41996-2847673- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
48 Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras. biner, dem Verfasser des religionsphilosophischen Werkes »Olam katon«, Joseph Ibn Zaddik und mit Jehuda ha־Levi freundschaftlieh verkehrte. Mit dem letzteren soll er nach einigen Quellen so« gar nahe verwandt gewesen "sein. Nach Zacuto1) wäre IE. ein Vetter Jehuda ha-Levis gewesen, nach anderen2) soll er die Tochter Jehuda ha-Levis geheiratet haben. Die ganze Dar- Stellung läßt es aber nahezu als gewiß erscheinen, daß diese Berichte als Volkssage zu betrachten sind. Nur so viel steht fest, daß beide Männer in sehr freundschaftlichen Beziehungen zu einander gestanden haben3). Auch Moses Ibn Esra zählte IE. zu seinen Freunden4); vielleicht war er mit ihm verwandt. Seine Studien waren vielseitig. Er widmete sich der Sprachforschung, Mathematik, Astronomie, Medicin5), Dichtkunst und Bibelexegese. Ob er es auch in seinen talmudischen Studien so weit gebracht und beredten, beide Toledaner, dann Cordovaner« (Steinschneider in d. Ztsch. f. M. u. Ph. 1880 S. 66). Auch in 2 Cambridger Hand- Schriften haben wir die Überschrift: האיר אבן p □פרוש . . . לר' אברה עזרא יליד טלטולה (Catalogue . . . by Schiller-Szinessy N. 46 und 69,1.) Aus der Bezeichnung אברהם בן עזרא אלאנדלסי n, die wir bei Abraham b. Mose Maimuni in seiner Kifaja (MS. Oxford, Kat. Neub., 1274, fol. 22b) finden, darf nicht — wie Eppenstein annimmt (Monatsschrift, 49., S. 381) — gefolgert werden, daß IE. aus Kordoba stammte, sondern nur, daß er aus Toledo dorthin ausgewandeit sei. Schwierig bleibt das Akrostichon אברהם בן עזרא מן מדינת תטילא (Diwan, ed. Egers, Nr. 227.) Von einer Verstümmelung aus תוליטולא, wie Rosin (Reime u. Ged. I S. 1) vermutet, kann dabei nicht die Rede sein (s. dazu Egers, Diwan, S. 171, A. zu N. 227). *) Juchasin, ed. Filipowski, S. 217. 2) Schalscheleth ha-Kabbala Lemberg 1864 (Seitenangabe fehlt); Seder ha־Doroth, Karlsruhe, 1769, S. 55 b. Dieser beruft sich auf Abarbanel in seinem Pentateuch-Komin. zu כי תשא und auf RGA. 272 des R. Chajj. J. Bacharach; Kore ha-Doroth von D. Conforte, ed. Cassel, S. 10 a; מצרף לכסף von A. de Rossi, Wilna 1864, S. 103. 3) Ex.-Komm. 2,1 u. Rosin I, S. 107, Nr. 65. 4) Edelmann in Ginse Oxford, London, 1851, Ein!., S. XIV. Ros in I, S. 145, A. 1 und Bacher: IE. als Gr., S. 187. 3) S. Rosin I, S. 152, Nr. 87.