Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Jakob Polak, der Baal Chillukim in Krakau und seine Zeit
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 15)
- Language
- German
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Jakob Polak, der Baal Chillukim in Krakau, und seine Zeit. 73 patin die Königin-Mutter Elisabeth und stand in Geldbe- Ziehungen zum König Johann Albert und seinem Bruder, dem Kardinal Friedrich. Nach dem Tode des Königs, übernahm dessen Schulden in Höhe von 1500 Fl. des Königs Bruder und Nachfolger, König Alexander; er tat es in Anbetracht der Taufe Stephän’s — quisicutrelicta paternorum professionum legis Mosaicae obtenebratafide, squalorem infidelitatis puritate sacri baptismati undae abluit et D ei c r u c i f i x i fidem, sub nostra et serenissimae olim dominae Elisabeth, gen etricis nostra e, paternitate baptismati, professus est — und schenkte ihm überdies noch 400 Fl., die ihm die Juden verschiedener polnischer Gemeinden zu leisten hatten1). Stephan Fischei war nicht besser als andere Täuflinge seiner Zeit. Als Pfefferkorn das Judentum verläumdete und zusammen mit den Dominikanern zu Mainz den Talmud anfeindete, stand ihm Stephan zur Seite und sollte ihm Beweise der Talmudschädlichkeit liefern. In der Schrift »Zum Lobe Kaiser Maxens« drohte Pfefferkorn, er werde ein verschollenes Machwerk in hebräischer Sprache von Jesu Geburt veröffentlichen und mit Hilfe der getauften Juden: Viktor von Karben und Fischei von Krakau und anderer die Schädlichkeit der Juden aufdecken8). >) RJ A III. 44. י) Q r a e t z: Geschichte IX, S. 93. (Schluß folgt.)