Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 1 · p. Seite 47

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 1
Article
Die karäische Familie Firuz
Date
1913-01-01
Page
Seite 47 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829851-2829853-2847231--40139-2847302
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die karäische Familie Firuz. 47 digten ein Reschut findet. — Ebenfalls der zweiten Hälfte des XV. Jahrh. gehören 10. ash-Sham s Abd al- Kerim b. F., Haupt der Karäer in Kairo im Jahre 1465 und Bankier des damaligen Sultans al־Mälik al-Tähir Koshkadem (1461—67). Er wird erwähnt in einer ganz merkwürdigen, arabisch geschriebenen Geschichte von eingewanderten spanischen Juden, die zum Karäismus übergetretan sind (ms. Br. Mus. nr. 2538, fol. 73—83; übersetzt ins Englische von Hirschfeld in Jews’ College Jubilee Volume, London 1906, p. 81—1O0)1). Um dieselbe Zeit lebte 11. ash-Shams Abd al-Wähid למולי. אלשיך אלסני•« ibn F., der in ms. Berl. 201 (Samuel al-Magribis al־Murshid, geschr. 1435, ein Jahr nach der Abfassung) erwähnt wird. Die seinen Namen begleitenden Daten aber, Dienstag 19. Elul 1774 contr. und Safar 874 h., stimmen nicht überein, denn ersteres entspricht Sept. 1462 und das zweite Aug. 1469, da aber dieses mit Lettern geschrieben ist, ist es wohl das richtige (vgl. auch Steinschneider, H. B. XXI, 85 u. Monatsschrift 1882, 329). Im Jahre 1500 hat der kar. Gerichtshof zu Damaskus eine arabisch verfaßte Verordnung erlassen, daß derjenige, der sich an ein nichtjüdisches Gericht wenden wird, separat begraben liegen soll. Unterzeichnet ist sie von 12. A b r a h a m, 13. Gedalia und 14. Samuel F., die also Vorsteher des genannten Gerichtshofes gewesen sind (Neubauer, Aus d, Petersb. Bibi. 28. 118; vgl. Steinschneider, Pol. u. apolog. Lit. 335). Abraham ist womöglich Besitzer von ms. Br. Mus.291 (Psalmen für Sabbate der Abschnitte von Num. u. Deut, mit arab. Übersetzung Jefets), das am Donnerstag, den 26. Omertag 1843 contr. (Mai 1532) beendet wurde2), und viel- 1l Der Beinamen b. FirQz (Hirsehfeld schreibt Feirüz) kommt nur einmal, S. 96, vor. Meistens wird er auch kurz ‘Abd al-Kerint,. ohne ash-Sams, genannt. Die Benennung ash-Shams b. Abd al-Kerim (5. 83, 88) ist jedenfalls falsch. 2) Es kann aber auch einem andern, von den weiter unten zu erwähnenden, Abraham F. gehört haben, nämlich: Abraham b. Salomo

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.