Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die karäische Familie Firuz
- Date
- 1913-01-01
- Page
- 44 (sequence 1)
- Language
- German
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Die karäische Familie Firn. Von Samuel Poznanski. Es sind gerade 30 Jahre her, daß Steinschneider eine Notiz über diese Familie in dieser Monatsschrift in Aussicht gesteht hat1), zu deren Ausführung er aber nicht gelangt ist. Es möge dies seinem Jünger gestattet sein, wobei die vom Meister an verschiedenen Stellen nachgewiesenen Quellen hier reichlich benutzt sind. Der Name Firüz (פירוז> ist eigentlich persisch, da aber diese Familie ihren Hauptsitz in Damaskus hatte, so ist sie entweder aus Persäen eingewandert, oder, was wahrscheinlicher ist, stammt sie aus der gleichnamigen Stadt in Hirns (Emessa) in Syrien, von der auch die Kunje al-Firüzi herrührt (s. Sujüti s. v.). In der Tat finden wir auch einen Karäer ‘Abd al-Latif b. Fadl Allähi ash-Sharäbäti al-Firüzi, der Besitzer von ms. Berl. 246 gewesen ist. Die Träger der Familie Firüz sind als Autoren, Ärzte, Dichter, Vorsteher, Abschreiber und ganz besonders als Besitzer von Hand- Schriften bekannt, und ihre Mitglieder lassen sich vom XII. bis zum XIX. Jahrh. verfolgen. Der älteste Vertreter dieser Familie dürfte 1. Müsa b. al-׳As‘ad Ibn F. sein, dessen Hochzeit mit der Tochter seines Onkels ‘Abd al- Kerim der bekannte Dichter Moses Dar'i (Diwän I, nr. 186• vgl. Pinsker, S. ע״א, und Steinschneider, H. B. V, 51) besungen hat. Da nun Dar'ä nach der allgemeinen Annahme l) Monatsschrift 1882, 327, n. 1; vgl. auch JQR. XI, 588. XII, 203. XIII, 475. Über die Familie Firüz s. noch hauptsächlich Pinsker, לק וטי 169—167 קדמוניות u. Fürst, Oesch. d. Karäertmns III, 74—78, dessen Angaben wie meistens auch hier verworren und unzuverlässig sind.