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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 1 · p. 33

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1912-01-01
Page
33 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Eine unbekannte jüdische Sekte. Von Louis Ginzberg. (Fortsetzung.1) 5, 11: וגם את רוח קדשיהם טמאו. Mit diesem Satze beginnt ein neuer Abschnitt; das Vorhergehende war ausschließlich gegen diejenigen gerichtet, welche das Gesetz verdrehen und mißdeuten; das Folgende wendet sich gegen diejenigen, »welche mit lästernder Zunge ihren Mund gegen die Gesetze des Bundes auftun, indem sie sprechen, dieselben wären nicht recht.« Daher die Mahnung, von diesen Sündern, welche die Autorität des Gesetzes nicht anerkennen, sich fern zu halten. Interessant ist der Ausdruck »sie verunreinigten ihren heiligen Geist,« oder wörtlich »den Geist ihrer Heiligkeit«; nach rabbinischetn Sprachgebrauch ist רוח הקדש, »der heilige Geist,«- eine göttliche Gabe an die besonders Bevorzugten, wie die Propheten und andere heilige Männer, während unser Verfasser vom heiligen Geist, der einem jeden innewohnt, spricht und, wie oben zu 2, 12 bemerkt worden ist, damit die sittliche Kraft des Menschen bezeichnet. Eine dieser verwandte Vorstellung liegt in derBaraita, Sabbat 152 b und Koh. R. XII, 7 vor:והרוח תשוב אל האלהים אשר נתנה תנה לו כמו שנתנה לך בטהרה אף אתה בטהרה »und der Geist kehrt zurück zu Gott, der ihn gegeben hat« — Kohelet 12, 7 —; gib Gott diesen in demselben Zustand zurück, in welchen er ihn dir gegeben hat, wie er ihn dir in Reinheit gegeben hat, so gib ihm denselben in Reinheit zurück.« Es wird dort ferner ausgeführt, daß die Seelen der Gottlosen, weil bebefleckt und verunreinigt, nicht zu Gott zurückkehren können, sondern von den Engeln hin und her geschleudert werden. Auch in einem alten Gebetstücke, das schon in Berachot 60 b zitiert wird, und das noch heute ein Bestandteil des täg- 1) Vgl. Jahrg. 55, S. 666 ff. Monatsschrift, 56. Jahrgang־ 3

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