Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 4)
- Language
- German
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46 Das Wasseropfer und'die damit verbundenen Zeremonien. stein des Weltalls (|/.eff6u<p«>oc) (Anatolios p. 30(DFV2 I 111, 43). — Dieser 7.ußo? ist wahrscheinlich identisch mit xoßsXv!, (Kybele), d. i. die große Mutter aller Götter, die Leben Spender in, die ebenfalls als Stein verehrt wurde (Eisler 1. c.) Auf Delos ist nach alter Überlieferung de r Nabel der Erde (Epimenides Fr.) (DVF2 I 496, 10) in Form eines Würfel Steines oder Altar. Delos liegt nach dem alten griechischen Weltbilde in der Mitte von 4 Kontinenten; es ist auch die Pforte zur Meerestiefe. Es ruht auf vier Säulen, entsprechend den vier Weltrichtungen und den vier Röhren des Nabelstranges.— ׳E<ma ist nachPlaton (Krat. 401c) ein ovop.« Fremdwort, also im Griechischen entlehnt. Die oben erwähnte xuß^־/j xuß&x ist bei den Römern die Magna mater idaea; das ist aber ein heiliger Meteorstein, der im hannibalischen Kriege auf Grund eines sibyl-!mischen Spruches nach Rom gebracht wurde. Er befand sich ursprünglich in Pessinus in Galatium, in Kleinasien. (Liv. 29, 11) »is (Attalus) legatos (Romanorum) comiter acceptos Pessinuntem in Phrygiam deduxit sacrumque iis lapidem, quam matrem deum esse incolae dicebant, tradidit ac deportare Rom am iussit«. »Die große Mutter« ist früh nach Griechenland gekommen. Sie ist der Religion von Eleusis angegliedert. Die pir/ip ist aus Asien in vielfachem Mutterkult in Griechenland eingedrungen. In Rom hielt die große Mutter mit ihrem Fetisch, der aus Pessinus stammen sollte, im Jahre 204 ihren Einzug. Sie hat Heiligtümer in Er ds ch lünden (Dietrich, Mutter Erde S.82.) Ich lasse es vollkommen dahingestellt und b׳in weit e ntf ernt, es behaupten zu wollen, ob ‘E jtioc m it »שתי zu identif iz 1 eren ist. Schultz: Arch. f. Gesch. d. Philos. XXII deutet es an (1909, S. 216,217, 219). Es muß aber konstatiert werden, daß *Earla der mythologischen und der kosmischen Bedeutung des שודא vollkommen entspricht, daß beider Ursprung und Etymon unbekannt