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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 1 · p. Seite 44

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 1
Article
Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
Date
1911-01-01
Page
Seite 44 (sequence 2)
Language
German
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44 Das Wasseropfer uad die damit verbundenen Zeremonien. nennung des Aerolith-Fetischs als 6|i<pxX6<; durch die Kybeleepiklese »Omphala« gesichert r־ife ö^xl6<; ist die Bezeichnung des Heiligtums von Paphos, dem Ausgangspunkte aller griechischen Aphroditenkulte; d. h. für den Stein der Kubra-Kypris auf Cypern. Die Araber denken sich den Nabel, die himmlische Ka’aba, über ihrem irdischen im Mittelpunkt der Erde gelegenen Abbild: den Hagr über dem Stein der Steinmutter Hagar im Himmel schwebend. Die Theologie des Islam lehrt, daß das Vorbild, der Typus der Kaaba im Himmel vor der We 11schöpfung erbaut wurde (Eisler, Philologus,Bd. LXVI1I, Heft 1,S. 118ff). Wer sieht hier nicht die übereinstimmenden Momente mit den alten Traditionen der Haggada über den Schetijja-Stein? Es ist nun aber an der Zeit, daß wir uns um die sprachliche Bedeutung, die Wurzeln der Bezeichnungen שתיה und שיתין kümmern. Nicht als ob ich die beiden Begriffe auch philologisch unbedingt zusammenbringen wollte! obzwar ich ihre Verwandschaft stark vermute. Die Etymologie ist durchaus unsicher (s. Levy unt. שתם, שתאם und שיתאכוא'). Levy (a. a. O.) leitet beides ohne weiteres von einer Wurzel ab. Als Grundwort wird ישית oder שתי angenommen. Als Bedeutung für שתידא?.> 'שיו;ת> gilt allgemein »Fundament, Grund«; was ja der, allerdings seltenen, hebr. Wurzel שתת' setzen, legen entspricht. Der Talmud nimmt überall die Wurzel שתת an. Von der Wurzel שית kennen wir im Hebr. dann das mit ישתית (Grund) gleichbedeutende שת1ת (Ps. 11, 3; Jes. 19, 10) Säulen, Pfeiler, Fundament. Im Toldoth Jeschu wird שתיה durch שת +;ה' erklärt, d. h. Gott hat ihn eingesetzt (Krauß, Das Leben Jesu 278, 279). Sowie also שית und שתיה sprachlich ein Paar zu sein scheinen, so sind sie es sachlich um so gewisser.Sie gehören demselben Ü ber 1 i ef er u ngskreise an, stammen aus ältesterZeit und spielen auch im späteren Ritus und f e i erlich en׳ Ze remoniale des Heiligtums verwandte Rollen;

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