Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Christusmythe des Prof. A. Drews im Lichte der Wissenschaft
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 32)
- Language
- German
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32 Die Christusmythe des Prof. A. Drews im Lichte d. Wissenschaft. Die Untersuchung hat somit ergeben: 1. daß Drews Annahme, der jüdische Messias und der christliche Heiland seien vom Parsismus abgeleitet und hätten auch Züge vom indischen Gott Agni angenommen, gänzlich erfunden ist; 2. daß Drews das Buch Esther völlig unmethodisch und romanhaft behandelt hat1); 3. daß die Geschichtlichkeit der menschlichen Person Jesu durch Drews Werk wenigstens nicht erschüttert ist. Windisch, Buddhas Geburt, Leipzig 1908, S. 156—173. Daß hier der Buddhismus nicht das Christentum beeinflußt hat, hat Windisch, S. 220 ff. wahrscheinlich gemacht. *) Drews Ableitung des Purimfestes vom Sakäen- und Zagmukfeste und dem »Ritte des Bartlosen« sind ohne kritische Prüfung aus Frazers Werk »Golden bough« entnommen. Aber Drews hätte das Buch des Andrew Lang, Magic and religion (London 1901) kennen sollen, worin Frazers Hypothesen schon zum Teil gründlich widerlegt sind.