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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 1 · p. Seite 101

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 1
Article
Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
Date
1909-01-01
Page
Seite 101 (sequence 12)
Language
German
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Vorarbeiten zur »Germania judaica«. II. 101 IO) Vgl. Zeuß, K., Die Deutschen und die Nachbarstämme, S. 217 ff. Ders-, Die freie Reichsstadt Speier, S. 3. Har st er, S. 1. R ie ts c h e 1, S. 121. u) Nemetensis civitas, Nemeta, Nemete, Nemetis, Nemetum, Nemidone usw., vgl. die Nachweise bei Oestefley, hist, geogr. Wb. des deutschen Mittelalters, s. v. Speier, S. 644 f. 12) לא דבר (Stadt in Gilead, II, Sam. 9, 4. 5. 17, 27, vgl. Jos. 13, 26. Arnos 6, 13. Buhl, Geogr. d. alt. Pal., S. 71) ist die wörtliche Übersetzung von Nemetum (von nemy barbarus, fremd sprechend stumm, vgl. Zeuß, Die Deutschen, S. 68). So unterschreibt der in Köln ansässige Manus Spirensis eine Urkunde vom Jahre 1382 (Brisch, Gesch. d. Juden in Köln II, 13) מנחם ציון ב[ ד,רב ר׳ מאיר מלא דבר. Genau ebenso lautet das Akrostichon einer Kinah (ציון מעון חשקי), deren Verf• Zunz (LG. 523, vgl. Landshuth onom 193) mit dem Pentateudh-Kommentator Menachem Zijuni identifizieren möchte. Landshuth (a. a. O., S. 123) vermutet, daß nach der (zweifelhaften) akrostichischen Zeichnung auch Isaak b. Meir, der Verfasser der Selicha אלד,י עושי ונוצרי לפניך מד אומד ליצרי aus demselben Orte gewesen sei (vgl. auch LG. 303). Dagegen scheint in der von Zunz (Syn. Poesie, S. 110) herbeigezogenen Stelle aus einem RGA. R. Tams (jetzt ed. Rosenthäl, Berlin 1898, S. 140) מלא דבר ein Eigenname nicht zu sein, wenngleich ich die Stelle auch nach Bachers Erklärungversuch in der MS. (Jahrg. 1900, S. 56 ff.) noch immer nicht verstehe. Jedenfalls werden hiernach die von Zunz ('S. P, a. a, O.) und von Groß (Gallia judaica 297) gemachten Vorschläge zur Erklärung von לא לבד als entbehrlich zu betrachten sein. Bekanntlich waren im Mittelalter die Versuche, geogr. Namen ins Hebr. zu übersetzen und Anklänge an palästinensische Ortschaften dabei nachzuweisen, besonders beliebt. Es sei hier nur an Abc (== עיר חמים), Argentiere (= כסף), Draguignan (= מקום תבין), fetoile (כוכב =־), Grasse (= שמן), Lunei (= יריחו), Montoiivet (= יצהר), Montpellier (= הר געש), Nimes (= קריח יעדים), Orange (= א1וב) usw. (vgl. die betr. Artikel bei Groß, Gallia judaica) erinnert. 15) Nach Ridschels sorgfältigen Untersuchungen gab es deren im Ganzen nicht mehr als elf. Sie waren in der Tat nahezu die einzigen Orte, in denen während desselben Zeitraums Juden angesiedelt waren« Ich setze die Jahreszahlen der ersten Erwähnung von Juden in Klammern hinter die Städtenamen: Augsburg (878), Cöln (321), Magdeburg (965), Mainz (906), Regensburg (951), Speyer (c. 1050), Straßburg 1146), Trier (1066), Utrecht, Worms (c. 100) und Nürnberg (1103). S. Rietschel 321 ff., 326. H) Zeuß, Die freie Reichsstadt Speier, S. 8. IP) Schaube, S. 504

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