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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 1 · p. Seite 51

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 1
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1909-01-01
Page
Seite 51 (sequence 6)
Language
German
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Die Stellung des Simon Duran in der jüd. Religionsphilos. 51 Dasein Gottes, seine Begründung in sich selbst und nicht den Zweck, den Glauben an die Wunder zu begründen. Umgekehrt sind die Wunder für den Gläubigen ein völlig ausreichender Beweis für die Zeitlichkeit der Schöpfung, und die Beweisführung des Maimonides ist nur für denjenigen notwendig, der von der Wahrheit der Wunder noch nicht überzeugt ist. Nachdem aber diese den Glauben an die Zeitlichkeit der Schöpfung schützende Mauer aufgerichtet ist, kann dieser Glaube auch dazu dienen, die Möglichkeit der Wunder zu begründen1), In einer anderen die Lehre von der Schöpfung betreffenden Kontroverse stellt sich Duran dagegen auf die Seite des Gersonides. Der Grammatiker Jachja (Johannes Philoponus2) glaubt nämlieh aus Aristoteles selbst die Erschaffenheit der Welt beweisen zu können. Wäre die Welt ewig, so meint er, so müßte sie eine unendliche Kraft haben; nach Aristoteles aber ist die Welt endlich, und so muß auch ihre Kraft endlich sein. Demnach vergeht die Welt, und wenn sie vergeht, so muß sie auch entstanden sein. Darauf entgegnet Averroes in seinem Kommentar zur Metaphysik, daß die Kraft oder Bewegung der Welt allerdings endlich sei, insofern wir ihr Wesen in Betracht ziehen, daß sie jedoch unendlich sei in Anbetracht der Unendlichkeit ihres Bewegers. Dem gegenüber habe Gersonides in zutreffender Weise ausgeführt, daß, wenn das Wesen des zu bewegenden Dinges eine endliche Bewegung bedinge, ihm auch durch den Beweger keine ewige Bewegung verliehen werden könne3). Ohne den Gersonides zu nennen, entlehnt ihm Duran einige Beweise für die Zeitlichkeit der Schöpfung4). Gegen die auch von Gersonides vertretene Annahme einer ewigen Materie führt Duran Folgendes aus. 1) .M. A., S. 93b. 2) Vgl. Jahrg, 1908, S. 662, Anm. 7. 3) M. A., S. 96 b. Vgl. Gersonides, Milchamot VI, 2. 3. 4) M. A., S. 96 b. Vgl. weiter. 4*

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