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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 1 · p. Seite 45

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 1
Article
Agada bei Philo
Date
1909-01-01
Page
Seite 45 (sequence 18)
Language
German
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Agada bei Philo. 45 Weltenlenker, einen Regierer und Versorger des Alls geschaut. Das alles zunächst als innere Schau, bis ihm für das, was er innerlich geschaut, Bestätigung durch Theophanie oder sichtbare Offenbarung Gottes geworden. Fein psychologisch läßt so Philo einen Abraham erst nach Gott verlangen, ehe sich dieser zu ihm herabläßt, zu befestigen in seiner Seele, was er von ihm geschaut. Es darf die Übereinstimmung überraschen, in der sich Philo hier mit der palästinensischen Agada befindet. Auch diese, wie aus dem midraschartigen *ifeHri פ׳ zurh Schluß des Abschnittes נדו zu ersehen ist, läßt* Abrähäih in sinniger Dichtung zuerst für* einen Täjf, d; i. die Zeit, da die Sonne am Himmel steht, diese, die Himmelskönigin anbeten, bis er bei ihrem Untergang am Abend bei sich bekennt: so ist denn diese doch nicht Gott, worauf er bei dem Heraufziehen von Mond und Sternen am Himmel diese für eine Nacht anbetet, beim Eingehen derselben aber am Morgen sich sägt, daß auch diese nicht Gott und Schöpfer sein können, daß sie vielmehr nur Diener einer über ihnen stehenden Macht sind, und die Bestätigung dieser seiner richtigen Vermutung von Gott läßt der plaästinensisehe Midrasch in gleicher Weise dem Abr. durch göttl. Erscheinung geben; cfr. Ber. räbb. c. 39 Anf. Leicht könnte man; da Sefer ha-jaschar viel späterer Entstehung ist; äh eine Entlehnung von Philo denken, allein die Einzelzüge in der Erzählung des ersteren Sind so ausgeprägt palästinensischer Art, daß eine Abhängigkeit der einen VOn der anderen Quelle doch nicht gut anzunehmen ist. (Fortsetzung folgt.)

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