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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 1 · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1908-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Besprechung. Fiebig Paul, Ausgewählte Mischnatraktate in deutscher Übersetzung. Herausgegeben von ....... Berachoth, Jorna, Pirke Aboth übersetzt von Lic. Theol. Paul Fiebig, Abodah zarah übersetzt von Lic. Theol. Paul [Krüger. Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) in Tübingen. Preise: M. 1.20, 1.—, 1.20, —.90. »Immer klarer erkennt die historische Forschung, daß für ein vollständiges und erschöpfendes Verständnis des Neuen Testaments die Erschließung der.altjüdischen Literatur notwendig ist. Wenn der das Neue Testament untersuchende Historiker die Apokalyptik, den Hellenismus, die persische, indische, babylonische Religion, nicht minder die griechische und römische Religion der Kaiserzeit und alle orientalischen Kulte, deren man habhaft werden kann, studiert, wie das jetzt bereits im hohem Maße der Fall ist, so begegnet er gegenwärtig in weiten Kreisen verständnisvollem Interesse. Anders ist es bei dem Studium der altjüdischen Literatur. Und doch beansprucht neben allen jenen Gebieten der Geschichte gerade für das Verständnis der Anfänge des Christentums die jüdisch-hebräische resp. aramäische Literatur der älteren Zeit ihre nicht minder notwendige Stelle. Ohne die Kenntnis der Mischna, Tosephta und der alten Midraschim klafft in der historischen Erforschung jener Zeit eine empfindliche Lücke. Mit der Apokalyptik allein kommt man auf keinen Fall aus. Genau so verkehrt wie die Unkenntnis protestantischer Theologen auf dem Gebiete der mittelalterlichen Scholastik wäre, wo es sich darum handelt, Luthers 95 Thesen und erste Disputationen, ja auch die Apologie Melanchthons und die. Concordienformel, zu verstehen, genau so verkehrt wäre es, wenn protestantische Theologen und Historiker ein eindringendes Verständnis Jesu und des Paulus erreichen zu können glaubten ohne Kenntnis der jüdischen Scholastik jener Tage.« Diesen Ansführungen des Herausgebers bezüglich der Wichtigkeit der Kenntnis des talmudischen Schrifttums für das Verständnis des neutestamentlichen Christentums braucht nichts hinzugefügt und nur

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