Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Vorarbeiten für die badische Judengesetzgebung in den Edikten 1807 - 1809
- Date
- 1908-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Sie Vorarbeiten für die badische Meigeseizgebimg in des Mfeten ii)7—180Ö. Von Adolf Lewiii. Am 2. November 1781 hatte Josef II. das Edikt über die bürgerliche Rechtstellung der Juden erlassen, und schon am 4. Februar 1782 fördert der geheime Rat im Aufträge des Markgrafen Karl Friedrich von Baden (1738—1811) vom Hofrat Bericht1), ob und was aus der neuen österreichischen Verordnung und deren Nachtrag über die Juden hier »appliciert« werden könne, »und wie fern die Juden zur Erlernung der Handwerke anzuweisen, tunlich und rätlich sei, auch wie derselben Nahrungsstand ohne Nachteil der übrigen Untertanen verbessert werden könne«2). Rat Klose, Kirchenrat Tittel und Hofrat v. Kni est ett erhielten den Auftrag ad votandum. Tittel gab eine Darlegung dessen, was wegen Spinn- Näh- und Strickschulen für Mädchen, Schreib- und Rechnenschulen für Knaben und wegen Erlernens einiger Handwerke, z. B. Malen und Glasschleifen, bisher verhandelt worden ist. Schlosser, der als Amtmann in Emmendingen sich 1J Daß Kaiser Josef durch die Schriften Dohms, »Serenissimus noster« Karl Friedrich durch die Verordnung Kaiser Josefs zu dem Wunsche angeregt worden ist, die Lage der Juden zu verbessern, bestätigt auch Ph. Holzmann in seinem ausführlichen Berichte von 1801 in Fase. III. Die Organisation der Juden. 2) Geh. Rats Protokoll in Kurbad. Markgrafschaft: Die Orga* nisierung der Juden, Generalia Fase. I. (1782—98). G. L. A.