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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 1 · p. Seite 97

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 1
Article
Der Konvertit Friedrich Christian Christhold
Date
1906-01-01
Page
Seite 97 (sequence 4)
Language
German
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Der Konvertit Friedrich Christian Christhold. 97 »oder die Seinige an einem frembden Gericht angefochten ... »werden solle, wird zu seiner Nothdurfft und Legitima- »tion hiemit attestirt.« — Im J. 1710 hatte Jischais Vater, der greise Ahron Fränkel, die erste Kunde von seines Sohnes Streichen erhalten. Sofort fuhr er von Sulzbach nach Fürth. Dort suchte er den, wie es scheint, Hauptgläubiger Jischais zufriedenzustellen. Er löste einen Wechsel, auf eine bedeutende Summe lautend, für den Sohn aus und stellte auf einen verbleibenden Rest von 75 fl. einen neuen (noch bei den Akten liegenden) Wechsel, in hebräischer Schrift, aus, d. d. Fürth, 9. Tebet 471. (31. Dez. 1710), in dem er sich selbst als Schuldner hinstellte. Die Zahlungsfrist betrug 4 Wochen. Einige Wochen später schickte er 75 fl. an seinen Sohn Jischai nach Fürth, mit dem Auftrag, mit diesem Betrag den Wechsel einzulösen. Jischai tat dieses. Bald darauf kam Ahron Fränkels Schwager Samuel Bloch1 2) aus Sulzbach nach Fürth. Der Vater bat ihn, sich von Jischai den ausgelösten Wechselbrief aushändigen zu lassen. Aber, o Schreck, Jischai hatte denselben für 18 fl. an Schwab wieder zurückverkauft der nun seinerseits von neuem mit der Schuldforderung an Fränkel herantrat. Es entwickelte sich nun ein langjähriger Prozeß um diese gefälschte Schuldforderung. Den Verlauf desselben zu schildern, können wir unterlassen, teilweise ist dieses auch schon geschehen*). Ahron wurde dreimal in Fürth verhaftet, auf Schwabs Denunziation, und nur durch das Eintreten seines Schwiegersohnes in Fürth, Simson Mannes, der mit seiner eigenenPerson sich verpfändete, konnte er seine Freiheitwiedererwerben. 1) Der Sohn des Druckers Moses Bloch in Sulzbach. Vgl. meine »Sulzbacher Druckereien« S. 20 ff. Wir konstatieren bei dieser Gelegenheit die neue Tatsache, daß Ahron Fränkel der Schwiegersohn des Moses Bloch war. Die Zwischenperiode (vgl. am eben angeführten Orte) erhält dadurch eine viel interessantere Beleuchtung. Moses Blochs Tochter war offenbar Ahrons zweite Frau, vgl. das. S. 35. — Sie lebte noch um 1740. Ihr Name war Bela. 2) Von mir, a. a. O. S. 33 f. Mohnafsscrift, 50. Jahrgang. 7

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