Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der südarabische Siddur
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 3)
- Language
- German
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89 Zur geschickte der Juden in Münster (Westfalen). Von A. Lewinsky. Unter obigem Titel veröffentlichte Dr. Huyskens in der »Zeitschrift für vaterländische Geschichte und. Altertumskünde« (Herausgegeben von dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens), 57. Band, Münster 1899, S. 134 ff. (Erste Abteilung) einen Artikel über die Juden in jener Bischofsstadt während des 14. Jahrh. Wie der Verfasser jenes Aufsatzes unter Hinweis1) auf Bahlmann, zur Geschichte der Juden im Münsterlande (Zeitschrift für Kulturgeschichte, Bd. 2, Heft 5 und 6, Weimar 1895, S. 383) und GierSe, die Geschichte der Juden in Westfalen, S. 20 ff, bemerkt, ließen sich Juden in Münster in der Zeit von 1337—1535 urkundlich nicht nachweiseri. Eine im Münstersehen Stadtarchive befindliche Originalurkunde2) des Bischofs Ludwig von Münster gibt jedoch von einer in jener Stadt in der Mitte des 14. Jahrhunderts ansäßig gewesenen Jüdin Kunde. Der genannte Kirchenfürst ersucht nämlich laut Urkunde vom 23. Juni 1343 Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Coesfeld, seine schutzhörige Jüdin Bela als ihre Mitbürgerin für einige Zeit aufzunehmen, und zwar mit den Worten: ». ..requirimus etrogamus, quatenus Belam Judeam nostram Monasteriensem in vestram conburgensem nostri intuitu recipiatis burscapium conferentes eidem tempore, quo nostris litteris fruitur et eo tempore, quo sub nostra protectione residet ...« . - Außer dieser Urkunde besitzt, wie Huyskens berichtet, das Münstersche Stadtarchiv noch »inschfifthche Zeugnisse«, נ) A. a. O. Anmkg. ,1. :׳ י ' 2) Die Urkunde gehört zum Nachlasse Nieserts, Stadtarchiv XV. 2 a. A. a. O. Anmerkung 2 wird auch das fast ganz vernichtete Siegel des Bischofs nach Nieserts Angabe beschrieben.