Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der südarabische Siddur
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 88 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Der südarabische Siddur. . . אתרי״ט לשטרות בעדן בתוך ימים וחולות Unser Autor lebte also in Aden und zwar anfangs des 14. Jahrhunderts (1308 ־=־ האס״ח ליצירה אתרי״ט לשטרות n. ehr. Z.). Bachers Bemerkung, daß sein hebräischer Name Zacharia gelautet (das.), findet auch hier seine Bestätigung. Übrigens ist auf einem Blatte vorher (6a) sein voller Name angegeben: יחיא בן סעדיה בן יעבץ. Letzterer, heißt es dort weiter, stammte aus Babylonien. Interessant ist folgende Notiz. S. 11 a heißt es: ורבינו סעדיה אלפיומי פי כתאב אלמנאיה אלרי לה עלא אחכאם אלריי״ה . . . Die Existenz eines solchen Werkes von Saadia Gaon, ist bis heute bezweifelt worden. Ich möchte mir nun noch zwei Bemerkungen gestatten. Zu dem Zitat auf S. 608 aus I. (muß wohl heißen : 112 b): . . . טהר׳ר שלמה אלטגזלי נע״ג שהיה. ר״מ . . דק״ק צנעא בעוד שהיו שלוים ושקטים: ממש תוככי עיר צנעא גם אחרי גלותם טמנה . .., ist zu bemerken, daß Manzili, wie Schälich dort weiter angibt, ein Lehrer dieses letzteren war. Es ist somit jedenfalls interessant zu erfahren, daß die Juden Ye.mens noch in,der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Frieden und Ruhe daselbst lebten, während um ein Jahrhundert später, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ihre Lage daselbst eine geradezu unerträgliche geworden war (vgl. Ibn Safir T. I). Von diesem Umstande hätte aber Safir zugleich lernen können, daß von der Gegenwart nicht auf Jahrhunderte zurück gefolgert werden kann. (Vergl. Safir das. namentlieh 43 a und Grünhut, die Reisebeschreibungen des R. Benj. etc. T. II, Einl. S. 16 ff.). S. 615 das. schreibt B. in bezug auf J. Chagis הלק״ט : »Dieses Werk ... gehört wohl zu den .;.. verlörenen Werken.« Hier ist zu bemerken, daß sein Sohn, M. Chagis die הלק״ט in Venedig 1704 drucken ließ, ln meinen Artikeln über J. u. M. Chagis, die iqh für die Jewisch Encyclopedia schrieb, habe ich auf dieses Werk vielfach Rücksicht genommen.