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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 118

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
[Nachricht] / Levy, Ludwig
Date
1905-01-01
Page
Seite 118 (sequence 2)
Language
German
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118 Kurze Mitteilungen. sirten Manieren nach Felsblöcken greift. Wenigstens einmal eine Abwechslung nach den babylonischen Mythen! [101] In der Revue semitique (Oct. 1904) setzt I. H a 1 e v y seine Recherches bibliques über das Buch Micha fort. Neu ist z. B. die geistreiche, aber sehr fragliche Erklärung des schwierigen רתויצזיה 9 ,6) יראה 'שמף). Vf. sieht in ראה: mit dem vorhergehenden יה von ותושיה eine Bezeichnung von Jerusalem, also literarische Reminiscenz aus Gen. XXII.: יהוד, יראה. Für das restirende ותויש liest Vf. את אשר, da ו und א durch grössere Aehnlickeit in der althebr. Schrift zu Verwechslungen führen konnten. Es wäre also zu übersetzen : »Du, deren Name ist« »Der Ewiger sieht«. [102] Aus der Revue semitique (Oct. 1904) verzeichnen wir: I. h a-Levy : Les Pretendus Emprunts cosmogoniques danslaBible. [103] Aus der ZDMG 1904; LVIII, 3 notiren wir einen Artikel über »Psalm 2« von E. B au m a n n (Vf. weist den Psalm in die Makkabäerzeit). [104] Ueber »Gog und Magog« schreibt I. Halevy in der Revue semitique (Oct. 1904). [105] In der Theologischen Rundschau (Nov. 1904) referirt J. W. Rothstein in einem Aufsatz »Text u. Sprache des A. T.« über die Ansicht Kittels von der Notwendigkeit einer kritischen Ausgabe des Bibeltextes (speziell für den hebräischen Unterricht in den Schulen). [106] In der Zeitschrift f. die neutestamentl. Wissenschaft 1904; V, 4 meint W. W r e d e in einer Note »Zum Thema« »Menschensohn«, das wichtigste Argument für die Annahme, dass Jesus dieser Selbstbezeichnung sich nicht bedient habe, sei die Unmöglichkeit, sich eine Redeweise, wie sie die Evangelien ihm zumuten, in der Wirklichkeit vorzustellen. Es sei nicht denkbar, dass Jesus stets von sich wie von einem Dritten geredet habe. [107] Aus der Schweizerischen Theologischen Zeitschrift (vom 1. Nov. 1904) notiren wir einen lesenswerten Artikel von A. B o 11 i g e r über: »Die Bedeutung der Erkenntnis für die Religion.« Ueber Jesu Opfertod sagt Vf.: »Wir verstehen, dass die Juden, welche nicht an ihn glaubten, weiter opferten.Weniger leicht begreifen wir, dass diejenigen, welche an diesen Erneuerer und Vollender der Prophetenreligion glaubten, den Opfergedanken nicht zu überwinden vermochten, ja den Tod dessen, der alles Opfer abgeschafft, als eine Gott für die Sünden der Welt geleistete Genugtuung deuteten.« Durch Paulus »hat die alte Priesterreligion nochmals über die Prophetenreligion gesiegt: Ohne Bluivergiessen keine Sündenvergebung.

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