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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 53

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Die jüdischen Artikel in Ibn al-Qifti's Gelehrtenlexikon
Date
1905-01-01
Page
Seite 53 (sequence 13)
Language
German
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Die jüdischen Artikel in Ibn al-Qifti’s Gelehrtenlexikon. 53 er nicht erwähnt) und zuletzt von seinem Tod, der in der genannten Stadt um 570 d. H. (1174/5) erfolgt ist — Ibn abi Oseibia (II, 30—31) nennt hier ausdrücklich Q. und vervollständigt seine Angaben u. A. durch die Aufzählung von 8 Schriften SamueFs (ergänzt durch noch 4 bei St.). 17. Müsa b. fflaimün, d. h. Maimonides1) (p. 317; St. § 158). Den Art. Q.’s über Maimonides hat bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert Chwolson ins Deutsche übersetzt (Ltbl. d. Orients 1846, 341 ff.). Als Vorlage diente ihm aber Casiri, weshalb die Uebersetzung Unrichtigkeiten und Omissionen enthält. So fehlt z. B. der Passus, wo Q. berichtet, dass M. die Schwester des ’Abu Ma'äli geheiratet und mit ihr einen Sohn gezeugt hat, der heute an der Stelle seines Vaters Arzt in Fostät ist, und dass derselbe Abu Ma'äli wiederum eine Schwester des M. geheiratet und von ihr Kinder hatte, darunter einen Sohn, Abu-l-Ridä, der als Arzt im Dienste der Familie des Seldschuken Killig Arslän [des III.; 1203—1204] in Kleinasien stand2). Ebenso ein anderer Passus, wo M. befahl, dass man ihn in Tiberias begrabe. — Q. ist bekanntlich auch die Hauptquelle für die vielfach in der Neuzeit gegen M. erhobene Beschuldigung, dass er in Spanien Scheinmohamedaner gewesen, dass er am Ende seines Lebens von dem aus Spanien nach Egypten eingewanderten Abu-l-'Arab b. Mu'ischa der Apostasie angeklagt wurde und dass ihn erst der Kädi al-Fädil mit seinem Ausspruch, dass das erzwungene Glaubensbekenntnis keine gesetzliche Giltigkeit habe, aus der Gefahr gerettet hätte. Dass aber diese Beschuldigung in das Reich der Legende zu verweisen ist, steht jetzt fest, s. das zuletzt 1j Im Index (p. 481b) irrtümlich in.zwei Personen zerlegt: Müsa b. Maimüni al-Israüli und M. b. M. al־Qurtnbi. 2) Diesen Passus hat dann Munk (Notice sur Joseph b. Iehouda, p. 33) mitgeteilt und übersetzt. Kaufmann (REJ. VII, 152) vermutet die Identität des Abu-l-Ridä mit einem anderen Neffen des M., Abu־ 1-Maäli Jüsuf b. Abd 3Allah. Vgl. auch St., Die hebr. Übers, p. 766> n. 60.

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