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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-01-01 · Heft 1 (Januar 1904) · p. Seite 32

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 1 (Januar 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-01-01
Page
Seite 32 (sequence 11)
Language
German
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I 32 Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. und Feinheit der Kenner E. Nestle lobend anerkennt1), der Erwecker des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland geworden: Johann Reuchlin kannte seine Werke und hat sie studiert, allerdings aber nach ihrer Tendenz nicht überall gebilligt2), Konrad Pellicanus lernte aus der Stella Meschiah sein erstes Hebräisch3) und noch die Grammatik von Bartholomäus Kaiser aus Forchheim, von dem weiter unten bei Wittenberg zu reden sein wird, steht unter seinem Einfluss. Er ist also als Lehrer der Vorläufer Johann Reuchlins auf diesem Gebiete gewesen, zugleich aber auch in eigenartigem, aber nicht so zufälligem Zusammentreffen mit seinem fanatischen Hasse gegen die Juden der Vorläufer des getauften Juden Johann Pfefferkorn, der ihn ebenfalls kannte und z. B. bei der Behandlung des Achtzehnergebets »Velamschumadim bal tehi tikua« etc. benutzte und ausschrieb4), denn er ging auf dem Wege voran, der Pf eff erkörn zu dem Streite mit Reuchlin führte.!) A. a. O., 8, 14, 26. Nestle lobt auch die scharfen Beobach־ tungen Nigris, betreffend die jüdischen Bibeltexte, a. a. O., 13, 14. Proben seines chaldäischen Wissens, ebenda, 12, 13. 2) Augenspiegel, fol. VI, XXXIV. IB. No. 58. s) Pellican in seiner Selbstbiographie, abgedruckt von L. Geiger in den Jahrbüchern für Deutsche Theologie, XXI, 206 f. Hierzu Nestle, 3, 4, 5, 7, 8. 4) Im Judenfeind, Köln 1509, S. 5. IB. No 54. Dass dieses Gebet gegen die Christen gerichtet sei, sagten nicht nur Nigri und Pfefferkorn, sondern auch Reuchlin in seiner Missive. 1505. L. Geiger lässt es gegen Ketzer gerichtet sein, Johann Reuchlin, 207; es bezieht sich aber auf die getauften Juden, die »Geschmetteten«. (Fortsetzung folgt).

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