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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-01-01 · Heft 1 (Januar 1904) · p. Seite 3

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 1 (Januar 1904)
Article
Die Errichtung von Lehrstühlen für Ethik und Religionsphilosophie an den jüdisch-theologischen Lehranstalten
Date
1904-01-01
Page
Seite 3 (sequence 2)
Language
German
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Die Er richtung von Lehrstühlen für Ethik u. Religionsphilosophie. 3 Die Blütezeit der jüdischen Philosophie aber gehört der arabisch-spanischen Periode an. Und da die Autoren jenes Zeitalters vorwiegend in der arabischen Sprache ihre religionsphilosophischen Werke verfassten, so war die Not״ wendigkeit gegeben, den Lehrvortrag in diesem Gebiete Arabisten allein anzuvertrauen, welche sich von den hebräischen Uebersetzungen dieser Werke unabhängig zu machen vermögen* Es ist Grosses und Wichtiges aus dieser Combination hervorgegangen; die Notlage hat sich als eine Quelle von Einsichten erwiesen, welche der allgemeinen Geschichte der Philosophie nicht minder förderlich geworden sind, wie der speciellen jüdischen. Munk hat nachweisen können, dass Avicebron, den man für einen mohamedanischen Araber gehalten hat, kein Anderer ist als unser Salomo Ibn Gabirol. Und er hat das Grundwerk der jüdischen Philosophie, den More, aus seinem arabischen Texte ins Französische übersetzt, und mit einem lichtvollen, sachlichen Commentare versehen. Joel ist auf dieser Bahn, zwar nicht als Herausgeber von Texten, aber als Historiker der Philosophie weiter geschritten, und er hat die inneren Zusammenhänge aufgehellt, welche Spinoza mitChasdai Crescas verknüpfen. Es sei genug an diesen Beispielen, um es ausser Frage zu stellen, dass die Verbindung der jüdischen Philosophie mit ihrer Geschichte notwendig war; und dass diese Notwendigkeit gesteigert wurde durch den Umstand, dass der Historiker hier zugleich der Arabist sein musste. Wenn man allenfalls annehmen durfte, dass der Historiker der jüdischen Philosophie das Hebräische ebenso wie die klassischen Sprachen beherrschen werde, so wurde diese Annahme für das Arabische zu einer neuen Schwierigkeit. Die Verbindung aber zwischen der jüdischen Philosophie und ihrer Geschichte sollte durchaus aufrecht erhalten bleiben. Man wollte lieber auf einen systematischen Lehr- 1*

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