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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1902-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1902) · p. Seite 93

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
46 (1902)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1902)
Article
Eine Bücherconfiscation zu Fürth im Jahre 1702
Date
1902-01-01
Page
Seite 93 (sequence 6)
Language
German
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Die Biiclioreonfiscation za Fürth im Jahre 1702. 93 Wort eines älteren geistreichen Freundes, den leider bereits der Rasen deckt. Ich fragte ihn einmal, ob er eine jüngst erschienene Schrift gelesen habe. Gelesen? — erwiederte er mit hellem Lachen — das habe ich nicht nöthig, ich habe sie ja recensirt. Besprechungen, Holzer J., Dr. Zur Geschichte der Dogmenlehre In der jüdischen ReligionsphiloSOphie des Mittelalters. Mose Maimuni’s Einleitung zu Chelek im arabischen Urtext und in der hebräischen UeherSetzung kritisch herausgegeben und mit erklärenden Anmerkungen versehen. Berlin, M. Poppelauer’s Buchhandlung, 1901.42 u. 30 SS., 8. Mk. 2,50. Vorliegende Arbeit besteht aus zwei Theilen, einem hebräischen und einem deutschen. Letzterer enthält die Einleitung nebst Anmerkungen, während ersterer den arabischen Text mit der liebr. CJebersetzung wiedergiebt. In der verhältnismässig grossen Einleitung gewährt uns der Herausgeber zunächst einen Ueberblick über die Geschichte der Dogmenbildung im Judenthum bis zum 15. Jahrhundert (S. 1—16) und bezeichnet im Weiteren die zur Herstellung dieser Edition von ihm benutzten Hand- Schriften und Druckwerke (S. 16—22). Dem arab. Text liegen zu Grunde : 1) Codd. Mss. or. qu. 068 u. 569 der kgl. Bibliothek zu Berlin. .2) Cod. Ms. or. Hebr. 579 der Pariser Nationalbibliothek. Auch wurde die Edition der Einleitung zum X. Abschnitt dieses Tractates nach oxfordischen Hand- Schriften in Pococke’s Porta Mosis verglichen. Die hebr. Uebersetznng־, die von Salomo ben Josef Ibn Jakub herrührt, ist den Talmudausgaben und der ed. pr. entnommen und mit Ms. or. fol. 567 (Berlin), Ms. or. Hebr. 328 (Paris) und der hebr. Uebersetzung• der Einleitung zum X. Abschnitt nach dem Cod. XXX, 8 der Leipziger Bibliothek verglichen worden. Ausser der hier zu Grunde gelegten Uebers. des Ibn Jakub und der aus Cod. XXX, 8 Leipzig־, die nach der Ansicht des Hersg. von Charisi herrührt, führt H. noch eine dritte liebr. Uebersetzung zu Mainnmi’s Ein- 1 eitung von Chelek an, die in Cod. XIX, 8 Leipzig* enthalten ist und Samuel Ibn Tibbon zum Verfasser haben soll. Den dem Berliner Codex entnommenen Mischnatext verglich der Hersg. mit Eabbinovicz’s Dikduke Soferim und Talmud Jerusch, ed. Sitomir. Verbessert wurde die hebr, Uebersetzung nur dann, wenn der arab. Text dazu Anlass bot; dagegen wurden Fehler, die ״ein wesentliches Merkmal“ der Arbeit des Uebersetzers bilden, wie Verwechslungen im Gebrauch des Fern. u. Masc. u. a., stehen gelassen. Die Verbesserungen wurden durch eckige und die dem arab. Text nicht entsprechenden Worte und Sätze durch runde Klammern kenntlich gemacht. Es mögen hier nnn folgende Eiiizelnheiten hervorgelioben, .resp. auf ihre Nichtigkeit geprüft und ergänzt werden. Zur Einleitung S^ 6 ist zu bemerken, dass auch der Einheitssatz in 6, 4 nicht als ,,feste Prägung und Formulierung eines Religionsgr1u1dsatzesu zu betrachten sei, weil eine solche Auffassung der einfachen Exegese widerspricht1). In der *) Vgl. J. Guttmann ״Ueber Dogmenbildung' im Judenthum“ (Vortrag), Breslau 1894, S. 2^

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