Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 45 (1901)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die nach Raschi benannten Gebäude in Worms
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829753-2829755-2845502--30459-2845563- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 2× ep/1002670
OCR text
Die nach Raschi benannten Gebäude in Worms. 47 richtete1). Raschi verblieb also von 1065 bis 1070 in Troyes. Dort firiden wir Raschi auch nach dem Ableben Isaak ha- Levi’s. In dem Gutachten Raschi's, welches nach Worms gerichtet ist, spricht Raschi vom Tode Isaak’s2). Dies Responsum war, wie wir aus Or Sarua II, 75 erfahren, nebst Raschi auch von dessen Schwiegersöhne Meir unterzeichnet. In Beza 24 b spricht Raschi von einem Briefe, welchen er aus Worms bekam. Raschi lebte also auch nach dem Ableben Isaak's, und schon als Schwiegervater, in Troyes. Wir haben überhaupt das Leben und Wirken RaschiJs nur in Frankreich, nicht aber in Worms zu suchen. In Frankreich finden wir seine berühmten Schwiegersöhne und Enkel, und in Frankreich wirkten seine Schüler : Jakob b. Simson, der Lehrer des Jakob Tarn3), Schemaja4), Jehuda b. Abraham in Paris, Matatja b. Mose in Paris und Simcha aus Yitry. Dagegen finden wir in Deutschland keine Schüler Raschi’s bis auf einen einzigen und zweifelhaften5]. Ferner besitzen wir mehrere Schriften aus der zweiten Hälfte des 11. und aus dem Anfänge des 12. Jahrhunderts, in welchen sich die damalige litterarische Thätigkeit der Gelehrten am Rhein und Raschi’s treu wiederspiegelt, (Pardes, das Buch אסור והיתר, das Buch האורה U. s. w.), und in keiner derselben wird Raschi als Lehrer in Worms erwähnt. ג) S. בית תלמוד II, 296 (dasselbe Hnrwitz in מפתח ומבוא למחזור ויטדי S. 174), and Monatsschrift 1886, S. 76 über die Nachlas sensehaft eines Joseph b. Isaak, der in Troyes Kantor war. 2) Machsor Yitry, S, 358. 3) S. über ihn R. d. E. j. XXXV, 240. ף MS. 41, 257. 5) In MS. 41, 303 wies ich nach, dass Natan und Menachem, die Söhne Machir’s aus Mainz, keineswegs Schüler Raschi’s waren. Es verbleibt also nur noch Isaak b. Ascher ha־Levi aus Speier, der auf Grund der Tossaphot zu Nidda 39 b und 43 a als Schüler Raschi’s betrachtet wird. Dies ist aber sehr zweifelhaft, s. Gross, R. d. E. j. VII, 73. Der Schüler heisst in Tossaphot ריב״א, und diese Abbreviatur könnte dort mit mehr Recht in ר׳ יהודה בר אברהם aufgelöst werden. So auch in M. V. S. 413, Der Anonymus bei S. Luria, Resp. N. 29 berichtet: ר׳ שמואל בר מאיר ושמשו לפניו . . . וריב״א בא (nach Rasch!) ומלך אחריו לשמש לפניו ושב למקומו . . ... Demzufolge soll ריב״א ein Schüler des R. S. B. M. gewesen sein, was aber sehr unwahrscheinlich ist, s. MS. 41, 470.