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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1899-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
43 (1899)
Issue
Heft 1
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1899-01-01
Page
Seite 31 (sequence 10)
Language
German
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Di♦;1 Religionsphilosophie Abraham Ihn Esra's. 3! ganzen irdischen Lehens von Anfang an wicderholmi und nicht dem Jenseits entsprechen1). Hierin ist die Kedciitungslosigkeit der Auferstehung im hergebrachten Sinne genügend angedeutet. Die vollendete Mcnsohenscele ist nach LH nicht allein von aller Körperlichkeit frei: sie hör! sogar auf Einzelwesen zu sein, und ihr höchster Erfolg; ist ihn• Wiedervereinigung mit ihrem Ursprünge, mit der Weltseele. 8. Sehriftauslegung. Die heilige Schrift bedarf als Heligionsquelle für alle, zukünftigen (d«'schlechter einer ger wissenhaften, saehgemässen, besonnenen und pietätvollen Auslegung. IE ist sieb seiner Aufgabe als Exeget sehr wohl bewusst, und spricht seine (irundsätze und Kegeln dafür an mehreren Stellen aus, handelt aber darüber, unter gleichzeitig(‘!• ־Heurthcilung der verschiedenen Arten von Au>- legung, besonders eingehend in den gereimten Einleitungen zu seinen zwei Pontateucb-Commentarei) (s. meine .Keime und Gedichte des Abr. IE, .S. 23 ff. und S. öötr.). Die von ihm selbst; vorwiegend, aber nicht ausschliesslich befolgte Methode, nimmt die Ergebnisse der Sprachforschung hinsichtlich der Grammatik und des Sprachschatzes zur Grundlag(1 (das. S. 47, 48 und S. 72). Hierbei unterscheidet IE Haggadah und ITalachah, erklärt, sich der ersteren gegenüber volle Freiheit zu gestatten, sich aber in gesetzlichen Fragen an die traditionelle Auslegung der talnnidischen Autorität halten zu wollen (vgl. Jes. raor. VI, Einl. zu Dan., cd. Mathews, S. 1) Anwendung: frgm. Comm. zu 1 יסבה. Mos. 11. 2ii. S. 60, Z. 17—19, ') Gerade wenn IE die Seelen Wanderung der Neuplatoniker gelten lässt (Jahrg. 42 ,S. 466), kann er das Wiedererscheinen der Seele im irdischen Gewände nicht als eine Art. von Jenseits auffassen; es ist und bleibt irdisch. Hiernach erklären sich auch seine Worte zu תשרח רוחך' יבראון Ps. 104, 60. wo es heisst: Die Forscher (אגשי המחקר unter den Theologen, wie Saadia ä. a. 0.) sagen: Alle Lebenden erfahren eine Auferstehung nach ihrem Tode; hingegen behaupten die Philosophen (חכמי התושיה), dass die Artort sich erhalten und die Einzelwesen vergehen. Hiernach heisse יבראו ן» es werden andere Einzelwesen zu ihrem Ersätze geschaffen. Der Kundige, schliesst IE, merkt, welche Auslegungsweise hier die wahre sei. Fortsetzang folgt.

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