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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. Seite 45

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Ein Hochzeitsepigramm Juda Halewi's
Date
1896-10-01
Page
Seite 45 (sequence 3)
Language
German
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Besprechung. 45 Auftreten der Worte הדם und הדסה in den Anrainern iin .Diwan, den verwandten Hochzeitsgedichten, sicherlich die Schuld daran. An der Schreibung des Wortes, das schon Juda Halewi selber sicher defective gebraucht hat, braucht um so weniger ein Zweifel zu bestehen, als dio Tradition bereits eine Deutung des Verses Fs. 99, 5 auf die defective Schreibung □הד aufbaut 1). 1) Vgl. Tobia b. Elieser’s Commentar zu Threni, ed. Dr. J. Nacht p. 14 und 27 11. 71. Besprechung. Studies in Jndalsm by 8. Schechter, M. A., Header in Talnmdic in the Unlversity of Cambridge; London, Adam and Charles Black '1896. Vierzehn Essays über die verschiedensten jüdischen Themata. 1. Die Chassidim, 2. Nachman Krochmal; 3. Kabbi Eiiah Wilna Gaun; 4. Nachmanidcs; 5• Ein jüdischer Boswell; 6. Die Dogmen des Judenthums; 7. Die Geschichte der jüdischen Tradition; 8. Die Lehio von der göttlichen Vergeltung in der rabbinischen Litteratur; 9. Das ״Gesetz“ und der moderne Kriticisrnus; 10. Die hebräische Sammlung des Britisclien Museums; 11. Jüdische Büchertitel; 12. Das Weib in Tempel und Synagoge; 13. Das Kind im jüdischem Schriftthum; 14. Dio früheste jüdische Gemeinde in Europa. Schechters Buch ist ein populäres Buch im besten Sinne des Wortes. Es zeugt von der glücklichen Gabe des Autors, schwierige Gegenstände in klarer und leicht verständlicher Form auch dem Uneingeweihten darzustellen. Es zeugt ebenso von der umfassenden Gelehrsamkeit des Verfassers, dem überall der Stoff so reich zuströmt, dass er wiederholt aus!Rücksicht auf den Umfang seiner Arbeit aufgeworfene Fragen nicht weiter verfolgen mag. Das 13uch macht aber auch dem Publicum Ehre, au das es sich wendet. Obwohl die neuere jüdische Wissenschaft zumeist in Deutschland ihro eigentliche Ifeimat hat, zweifoln wir, ob ein deutscher Verleger auf ein ähnliches Werk eine 80 sehr nach allen Seiten befriedigende Ausstattung wagen würde. Die jüdische Wissenschaft hat sich in England und Amerika schnell ein aufmerksames und, wie es scheint, Bücher kaufendes und Bücher schätzendes Publicum erworben, trotzdem der Verfasser von den Engländern sagt: we in England are a pious, devotional people and leave the thinking to others. Ein deutsches Buch ähnlicher Art kennen wir nicht, und wir würden deutsehen Verlegern rathen, sich mit dem Verfasser zum Zweck einer Ueber- Setzung seines Werkes in Verbindung zu setzen. Inhalt und Form machen es für den Buchertisch jedes Bücherfreundes und jeder Bücherfreündin — auch aus dem Laienpublicum — geeignet.

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