Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1896)
- Article
- Aus den talmudischen Randnoten des Herrn Rabbinatspräses S. L. Brill in Budapest
- Date
- 1896-10-01
- Page
- Seite 25 (sequence 10)
- Language
- German
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Jüdische Alterthümer ia Speier. 20 57b: :׳ תלמידי חכמים הם הרואה כן עזאי כחלום יצפה ־ .לחסידות כן זומא יצפה לחכמה אחר ידאג לפורענותWamm werden eben diese drei Schriftgelehrton genannt? Im Traum erscheinen bekanntlich diejenigen Bilder, welche den Geist am Tage beschäftigen, wie schon der Talmud bemerkt hat. Die erwähnten drei Gelehrten haben nun die Phantasie der Schüler im Lehrhause am meisten angeregt, da sie es waren, die mit Akiba in den ״Pardcsu hineingegangen sind (Chagiga 14b) und mit Ausnahme des letzteren auch Schaden genommen haben. Die Theosophie hat sie in die Träume und in’s Traumbuch gebracht. Uebrigens wird Ben-Azzai und Ben-Soma auch sonst als das Prototyp des תלמיד חכם hingestellt, und es wird bemerkt, wenn Jemand eine Frau nimmt unter der Vorgabe, er sei ein תלמרד חכם, müsse er kein solcher Gelehrter sein, wie Ben-Asai oder Ben-Soma, es genügt, wenn er von seinen Mitbürgern .*3־ solcher vorehrt wird (Tossifta Kidduschin 111, 0, Zuckermandel p. 399). 62a führen die Tossaibth s. v. רבא den Nachweis, dass Raba erst nach Abbars Tod Sehulhaupt geworden ist, und dass Rabats Frau Abaji überlebt habe, obgleich ein Tniumdeuter das Gcgentheil prophezeit hatte. Einen weiteren, von Tossaibth nicht gebrachten Beweis liefert Kethuboth 68a, worüber man Seder ha-Doroth, ed. Warschau, p. 316a oben einsehen wolle. (Fortsetzung folgt.) Jüdische Alterthümer in Speier. Yuii A. Epstein. Bio Anfänge der jüdischen Gemeinde in Speier. Speier hat im Allgemeinen nur wenig alto Baudenkmäler aufzuweisen. Die schrecklichen Verheerungen, welchen diese Stadt zu wiederholten Malen preisgegeben war,. vernichteten die alten Gebäude oder veränderten ihre ursprüngliche Gestalt. Die jüdischen Bauten hatten überdies bei den Verfolgungen der Juden und nach deren Vertreibung viel zu leiden. Die Synagoge wurde schon 1195 verbrannt. Die Grabsteine des alten Friedhofes wurden 1349 zur Erbauung von Thürmen und Ausbesserung der Stadtmauern verwendet; 1353 wurde der Friedhof umgeackert und mit Koni besät. Kein Wunder