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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-10-01 · Heft 1 (Oktober 1896) · p. 1

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 1 (Oktober 1896)
Article
Das apokryphische Esrabuch
Date
1896-10-01
Page
1 (sequence 1)
Language
German
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Das apokryphische Esrabuch. Von Prof. Dr. Adolf Büchler, .Das in die Reihe der apokry plüschen Schriften der griechisclien Bibel aufgenommene Esrabueh hohniidclt, wie bekannt, die Geschichte des Reiches Juda vom Passu feste des Königs Josia bis zur Zerstörung dos Tempels durch Xobukadnezar, schliesst liieran unmittelbar die Entlassung der Juden aus der l)11byIonischen Gefangenschaft an, giobi dann den ganzen 1 11 halt des kanonischen Esra genau wieder und fügt zum ►Schlüsse den über Esra berichtenden Abschnitt Nebemia 7, 70—8, 13 an. Als Grundlage seiner Darstellung dient dem Verfasser dieses Buches die Schilderung der Bibel, und zwar nb־ht bloss in dem Sinne, dass er dieser nur den Stoff entlehnt und denselben verarbeitet, sondern er schreibt seine Vorlage auch dem Wortlaut(.' nach ab, ohne sie irgendwie selbstständig zu gestalten. Bei diesem Thatbcstando bedürfte diese Schrift, wenn bloss auf ihren Inhalt untersucht, eigentlich keiner besondern Behandlung und keiner Zergliederung, wenn nicht zwei auffallende Erscheinungen in derselben die Aufmerksamkeit auf das ganze Buch lenken würden. Es bietet nämlich in Cap. 3, 1—0, (> eine Erzählung dar, die weder im kanonischen Esra, noch in irgend einer apokry plüschen Schrift eine Parallele oder Grundlage hat. Laut derselben erwirbt sich der junge Serubabel, der uns als Page dos Königs Darius vorgeführt wird, durch seinen Sieg in einem Weisheitswettstreite mit zwei Amtsgenossen die Gunst seines Herrn und erhält als Belohnung die Erlaubniss, die in Babylonien wohnenden Juden in die Heimat zu führen und den Tempel in Jerusalem aufzubauen. Ein zweiter auffallender Umstand in diesem Bucht‘ zeigt sich darin, dass die dem biblischen Esra entlohnten, fast wörtlich abgoschriebenen Abschnitte mehrfach umgestellt, sind, wodurch-in der Aufeinanderfolge der auch im Urtexte'unklar berichteten Vorgänge eine erhebliche Verwirrung verursacht wird, welche die Einschiebung der eben erwähnten Erzählung über die drei Pagen noch steigert. Es sind nämlich die Monatsschrift. 41. Jahrgang. 1

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