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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 44

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
[Rezension]
Date
1895-10-01
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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44 Besprechungen. Siraciden das pleonasüsche 2 711 ׳uoö EospysxoD und eine scheinbar constructionslose Stelle im Eingang von V. 28 des dritten Makkabäerbuches c. 3 aus der ägyptischen Gräeität beleuchten. Yon Einzelheiten sei nur noch auf die gesammelten Belege für das frühe Vorkommen von Samaritanern in Aegypten (p. 19) und das aus den Papyri bezeugte Auftreten von Juden im Eaijum (p. 141 und 147 n, 5) hin ge wiesen. Zwei sorgfältige Indices über die behandelten griechischen Worte (p. 286—292) und die besprochenen Materien (p. 292—297) gewähren die beste IIobersicht über den Beichfchum des durch Anregungen und Beobachtungen ausgezeichneten Buches1). David Kaufmann. נ.) S. 222 Z. 9 ist zu streichen, ib. C. Z. das erste Wort zu trennen. Feilcheiifeldj Dr. W. Bas Hohelied, inhaltlich und sprachlich erläutert. Breslau, Wilh. Kühner (Inhaber M. & H. Marcus) 1893. (6) und 81 SS., 8. Ein neuer Versuch, die Geheimnisse des räthselvollen Buches zu enthüllen. Der Verfasser entscheidet sich für die Hirten- oder Söhäferhypothese und sucht die mannigfachen Schwierigkeiten, die derselben entgegenstehen, durch die Annahme zu beseitigen, dass ,,Sulamit niemals den königlichen Palast betreten, niemals den König־ Salomo gesehen, noch weniger ihn geehelicht, niemals mit Salomo oder mit den Töchtern Jeruschalajims Worte gewechselt habe, dass vielmehr das Alles nur ein Traum, ein schwerer beängstigender Traum gewesen sei, aus welchem erwachend die treue Jungfrau die durch keine Wasserströme zu verlöschende Gottesllamme ihrer keuschen Jugendliebe preist und zu preisen berechtigt ist;‘ (8. 6). Es ist klar, dass hiermit nicht sowohl eine Lösung der Schwierigkeiten gegeben, als vielmehr der Verzieht auf jede Lösung befürwortet wird. Die heiss umstrittenen und noch immer nicht genügend erklärten Verse 6, 12 und 7, 10h (S. 6 f. 58 f. 64 f.) vermögen trotz alles vom Verfasser aufgew7 endeten Scharfsinnes die Last der Beweisführung zu Gunsten der neuen Traum-Hülfshypothese nicht zu tragen. Dem unbefangenen Leser machen die Scenen 1, 2 bis 7, 10a keineswegs den Eindruck blosser Traumgebilde, und der Dichter, der allgemein anerkanntermaassen ein Künstler ersten Banges war, wäre, wenn er sie als solche batte erscheinen lassen wollen, um die Mittel und Wege, seine Absicht zu klarem und deutlichem Ausdruck zu bringen, nicht in Verlegenheit gewesen. Stellen wie 3, 1 und hesonders 5, % sowie 8, 3 f. verglichen mit 2, 6 f. schliessen bei unvoreingenommener Lectüre die Möglichkeit der neuen Auffassung beinahe ans. Bei alledem ist dem Verfasser manche anregende und belehrende sachliche und sprachliche Bemerkung (vgl. z. B. S. 14. 20. 26. 29. 30) zu verdanken. •Ob freilich seine etymologischen Vorschläge (S. 20. 27. 28. 34. 38 f. 41 f. 47. 60. 61. 81) haltbar sind, möchte mir in vielen Eällen sehr fraglich erscheinen. Beiläufig hat neben Weinheim' und Zug (Micha 1, 10 ff.) jetzt auch Unruh stadt (HL. 8, 11, bei Feilchenfehl S. 67. 73) sein Plätzchen in der hl. Schrift gefunden. M. Brann.

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