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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-10-01 · Heft 1 (Oktober 1895) · p. Seite 5

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 1 (Oktober 1895)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1895-10-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Das Fragnienten-Targum zum Pentateuch. O 1) Die Stelle Deut. 26, 12 uni 13 soll Jonathan, ־wie Geiger (S. 167 ff,) behauptet, dahin verstanden haben, dass im dritten Jahre ausser dem ersten und zweiten Zehent der übrigen Jahre auch noch ein dritter, der Armenzehent, abgesondert werden müsse,; während nach der Halacha der Armenzehent nur an die Stelle des ,,zweiten Zehent1‘ tritt, also auch in diesem Jahre nur zwei Zehente abgesondert wurden. Schon diese erste Voraussetzung ist, wie wir sogleich bomerken müssen, falsch. In Wahrheit erwähnt Jonathan im Vers 121), der allein die Abgaben für das dritte Jahr vorschreibt, nur zwei Zehente, den Leviten-Zelient und denjenigen für die Armen, welcher auch nach ihm in diesem Jahre in die Stelle des ״zweiten Zehent“ einrückt, wie schon aus dem Ausdruck מעשרא תניבא הוא, מעשר מפכניא klar hervorgeht. Auch bezieht Jonathan in Uebereinstimmung mit der ha-lach, Deutung, liier wie im folgenden Verse ונתחה ללוי auf den ersten, den Leviten-Zelient, 4 . . לגר ליתום auf den, die Stelle des ,,zweiten“ Zehent vertretenden Armenzehent, Die gleiche Auffassung von der Identität des ArmeivZehent mit dem ,,zweiten Zehent“ im dritten Jahre findetsich. noch, u 11zweideutiger bei denLXX ausgedrückt, welche die Worte ונתתה ללוי ♦ 4 לגר durch to osorepov £7ü0£7׳waT0v toi Asoerq! y.c/X tw Tupog/jXox(») . . . geben, einen anderen Zehent aber überhaupt nicht erwähnen. Diese Thatsache, dass nach beiden Versionen der ״zweite Zehent“ im dritten Jahr als Armen-Zehent zur Vertheiluiig kam, wird bei Geiger durch eine gewaltsame Interpretation verwischt, welche Jonathan zuniuthet, er habe die Worte שנת המעשר ונתחה mit einander verbunden und diesen nach Sprach״ gebrauch und Grammatik gleich unmöglichen Satz in dem Sinne aufgefasst: ״so sollst Du einen Doppelz eh ent geben,u nämlich den ersten für den Levi, den zweiten für die' Armen, und zwar sei dieser hier darum als ,,zweiter“ bezeichnet, weil auch er wie der Leviten-Zelient ״weggegeben“ ־wurde. Ja, noch mehr, G. behauptet allen Ernstes, die gleiche Auffassung liege auch der Uebersetzmng der 70 zu Grunde, ״welche die Worte שנת המעשר ונחתה gleichfalls verbindet und wiedergiebt: t6 GsoTepov stcioLcztqv ocogsic: etc.u!!2) 1) Wir geben hier seine Version vollständig wieder, indem wir die im hebr. Texte nicht enthaltenen Worte einklammern אדרם תשיצון לעשרא ית כל מעשר עללתך בשתא תליתיתא (דשמימיתא) ותיהנו! (מעשר א קדמאה) לליואה (מטשרא תדכא הוא מעשר מסככיא) לגיורא ליהמא ולארמלתא ריכלו! בקדווך וישבעון. 2) Wir setzen auch hier die Stelle vollständig her, um zu zeigen, wie sehr G. hier den klaren Worten Gewalt anthut: sav bk a;msXsa־fl<;

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