Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 1 · p. Seite 39

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 1
Article
Die Beziehungen des Johannes Duns Scotus zum Judenthum
Date
1893-01-01
Page
Seite 39 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2829132-2829654-2829656-2845024--25323-2845072
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

PseudG■־Juden und zweifelhafte Autoren. 39 monides verdankt Scotus die Kenntniss, dass es in der Bibel mehr als 600 Gebote resp. Verbote gebe1), und die Unter- Scheidung der biblischen Gebote in Ceremonial- und Rechtsgeböte2). Auf eine Erklärung der biblischen Gebote im Einzelnen, wie sie sich im Anschluss an Maimonides bei Wilhelm von Auvergne, Alexander von Haies und Thomas von Aquino findet'־*), lässt Scotus sich nicht ein. Vielleicht hat Scotus darüber und über manches andere das Judenthum Betreffende in seinem Commentar zur Genesis gehandelt, der, wie seine Commeutare zu den neutestamentliehen Schriften, nicht durch den Druck veröffentlicht worden ist. Pseudo-Juden und zweifelhafte Autoren. Von M. Steinschneider. Die Ausscheidung einer Anzahl von Autoren und Schriften aus der Literaturgeschichte der Juden bedarf wohl keiner Befürwortung. Zunächst ist festzustellen, dass Buch, oder angeblicher Verfasser nicht jüdisch sei; das ist allerdings nicht immer mit voller Sicherheit zu ermitteln; die nachfolgende Aufzählung bietet nur äusserst wenige Bälle (mss.), weiche zu der in der Ueberschrift aus Vorsicht aufgenommenen Kategorie der ״zweifelhaften“ gehören. Die falsche Angabe rührt manchmal von Catalogen, Bibliographen und Literaturhistorikern her; so hat Wolf eine Anzahl Araber wegen der Namensähnlichkeit für Juden gehalten. Die absichtliche Wahl eines jüdischen Namens entspringt je nach der Tendenz des Buches contingit propter varium tactum Spiritus sancti, qui tangit animara, sicut placet. Isto autem ultimo modo est cognitio prophetica propiie et perfecte ... Et eodem modo patuit 110c per factum Abrahae treues. 22: Tolle filium unigenitum et statim surrexit de loco, ut iret ad immolandum filium, quem tantum diligebat, quod esset malum, nisi esset certus, quod dominus mandaret hoc. Vgl. More III, cap. 24 (Munk, Guide III, 8. 194—95). ג) In Sent. III, dist. 40, qu. unic. VII, pag. 1031. Et Eabbi Moyses enumeravit plus quam sexeenta praecepta. Vgl. More III, cap. 31 (Munk, Guide III, 8. 248). Oder sollte Scotus Etwas von dem Sefer ha־Mizwoth des Maimonides gewusst haben? 2) In Sent. IV, dist. 3, qu. 4; Eeport. Paris. IV, dist. 4, qu. 4, 15, Vgl. More III, cap. 26 (Munk, Guide III, S. 204—205). 3) Vgl. Revue des Etudes Juives XVIII, S. 248 f.; XIX, S. 232f.; Guttmann, Verkältniss des Thomas, S, 80f.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.