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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 1 · p. Seite 8

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 1
Article
Das Land Sinim
Date
1893-01-01
Page
Seite 8 (sequence 1)
Language
German
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8 Das Land Sinim (ארץ סינים). Von P. G. von MöllendorfF in Shangai. Nach Gesenius’ Handwörterbuch 1 °, S. 575 wurde die bisherige Ableitung des Wortes פיני (Jes. 49, 12) von dem Hamen, des chinesischen Feudalstaates ״Thsin“ durch Yictor von Strauss durch die ansprechendere ersetzt, dass der Harne von der Selbstbenennung (?) der Chinesen (sjin Mensch Chinese) entnommen sei. Dieser Yorschlag ist jedoch abzuweisen: jen Mensch (nordchinesisch jetzt etwa wie französisch jeune gesprochen) ist aus nin entstanden, wie die alten Wörterbücher Kuang-yün und Yli-pien deutlich zeigen. Auch die in Gile’s Dictionary p. 577 aufgeführte Aussprache des Schriftzeichens in Korea, Japan und Annam, sowie die der chinesischen Dialekte fuhrt auf ein ur~ sprüngliches nin oder nin zurück, aus welchem kein sin entstehen konnte. Gegen die Yerbindung mit Th sin dagegen lässt sich nichts einwenden. Aus thsin konnte sin werden, die japanische Ausspräche des Schriftzeichens ist schin. Der Thsin-Staat bestand schon 897 v. u. Z. und umfasste allmählich die nordwestlichen Theile Chinas (die heutigen Provinzen Ivansu und Scliensi). Er wurde immer mächtiger, bis sein Herrscher 221 v. u. Z. als erster Kaiser ganz China unter seinem Scepter vereinigte. Mit diesem an der Grenze von China gelegenen Staate mussten die parthischeii Kaufleute, welche den Handel, hauptsächlich in Seide, zwischen China und dem Westen vermittelten, zuerst oder ausschliesslich in Yerkehr treten, und zur Zeit als der zweite Theil des Jesaias, in welchem unsere Stelle steht, geschrieben wurde (vor 538 v. 11.Z., s. Kuenen, Einleitung II, 131) war Harne und Umfang des Thsin-Staates gewichtig genug, um im westlichen Asien bekannt zu sein. Bei den Griechen und Römern waren die Yerkäufer der Seide Hum. 24, 21 איתן מושבך, Sam. Trg. עמיק מדורך und Deut. 21, 4 אל נחל איתן, Sam. Trg. לגר נחל עמיק.

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