Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Testament Mardochai Meysels
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 16)
- Language
- German
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40 Das Testament Mardochai Meysels. ihre Gelder wahrscheinlich hei ihm hinterlegt hatten, als der gesammte Nachlass ohne Untersuchung confiscirt wurde,, schuldete. Die dadurch dem Samuel Meisel erwachsenen Hypotheken schulden zahlten die Judenältesten bis zum Jahre 1629 nach und nach ab, und zwar, wie es scheint, aus denjenigen Geldern, die nach dem Testamente Mardochei Meiseis vor der Confiscation als Genusslegate für einzelne Verwandte mit der Bestimmung deponirt worden waren, dass sie nach dem Tode der Nutzniesser an die beiden Samuele heimzulallen hätten. Diese Zeit war für die MeiseFschen Erben, wenn sie sich mit dem Gedanken vertraut machten, dass die confiscirten Baargelder verloren seien, eine relativ günstige zu nennen. Um diese Zeit finden wir die Druckofficin des Abraham. Heide, genannt Lemberger, der bereits im Jahre 1585 in Gemeinschaft mit Moses Utitz ben Elieser druckte im Hause des Samuel Meisel.1) Massar Marx Meisel erhielt ein kaiserliches Privilegium wegen der Einfuhr von Bauchfellen.2) Johanna Meisel, die Gattin des unter No. 7 im Testamente angeführten Jakob Meisel, schritt, wie Wolf a. a. Orte mittheilt, ־wiederholt bei der böhmischen Hofkammer ein, ihr das Mardochai Meisel״sehe Legat per 10,000 Gulden3) auszuzahlen. Dieselbe erhielt auch im Jahre 1629 auf Verwendung des Herzogs von Braunschweig eine Abfindungssumme von 4000 fl. _ (Fortsetzung folgt.) ב) Zunz, zur Literatur S. 268. 2) Wolf S192 ״. 3) Im Testamente ist diesem Neffen nur 6000 fl. u. z. zum Zinsgenusse verschrieben.