Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 2)
- Language
- German
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Zur rahbinischen Sprachu. Alterthumskande. 7 Handschrift des Arias Montanus die La: פטאה, welches er durch apostata übersetzt. Der grosse Aruch und der kleine Aruch, ed. Const. und Krakau, verzeichnen יחטא nicht, Musafia trägt es nach, ohne es zu erklären; Levita, Buxtorf, de Lara, Levy und Kohut bringen es mit הטא Sünde in Verbindung: der zur Sünde Verleitende. — Wenn man bedenkt, dass Zacharia, der Sohn Iddo’s, jung aus Babylon zurückgekehrt war und aus dem Exile fremde Anschauungen und Namen, wie die assyrisch-babylonische Bezeichnung der Monate, die sieben Engel, entsprechend den sieben Amschaspands, mitgebracht hat (Grätz, Gesch. II, zweite Abth. S. 92), so erscheint ■es gerechtfertigt, dass auch die TJebersetzung dos aus nichtjüdischen Kreisen herübergenommenen שטן den fremden Ursprung zu markiren sucht, indem sie dasselbe durch ein Fremdwort wiedergiebt. Ich halte demnach יחטא für altbaktr. Yazata, Genius, Engel, Ized, im Huzvaresch: Yaht. Spiegel tradit. Litteratur der Parsen 439 umschreibt יאת und bemerkt: .,,Die Etymologie führt uns auf yazata zurück, z hat sich dann unregelmässiger Weise in א verwandelt, vielleicht auch, dass besser ה umschrieben würde“ also HT, dem targum. יחט׳ sich nähernd. (Vgl. Justi Handbuch der Zendsprache 243 und Bundehesh 286; Haug an old Pahlavi-Pazend Gloss. 234 bis 235). — Der מלאך ה׳ (wie Zach. 3,2 mit der Peschittho gelesen werden muss) wird dem Yazata, den! Genius der Perser entgegen gestellt. ה ׳ הבוחר בירושלים schreit den שר מלכות פרם (Dan. 10,12), den Vertreter der babylonisch-persischen Herrschaft an: ,,Du willst die Aufrichtung des Gottestempels hindern, Gott, der an Jerusalem Gefallen hat, tritt Deinem Bestreben entgegen.“ Ich habe ״Zur rabbinischen Sprach- und Sagenkunde“ 8-11 Yazata in der späteren Form: Ized im Talmud Pesachim 111b: :״ אי פרא דמווני כקיר שמיהDer Genius der Ernährung heisst Anakhita, anähita“ nachgewiesen. Yazata tritt uns aber noch in einer anderen beachtenswerthen alten masoretischen Bemerkung b. Talmud Megilla 16 b, Mas. Soferim 13,7, vgl. auch Dikduke hateamim 48 und Frensdorf!, Masora magna 384, entgegen. Die Stelle lautet im Talmud: דיו דויותא צריך למימדזתד, (בזקיפא! כמורדיא דלברות)(דליברות (Yarr.: ״ .דלכרות ,דדברות ,דלבדות;כמדורא .כמוריא ,כוקיפאDer Buchstabe Waw im Namen ומתא (Esther 9,9) ist langgestreckt gross zu schreiben.“ Die eingeklammerten Worte fehlen nach Babbinowicz D. S. in. der Münchener und in anderen Hand-