Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Fabel in Talmud und Midrasch. SS Pie Fabel in Talmud und Midrasch. (Fortsetzung.) Von ve. Samuel Back. In dem von Israel am Meere angestimmten Liede bot die Textstelle: נטית ימינך חבלעמו ארץ (Ex. 15,12) eine leichte Handhabe zur Schöpfung einer Fabel. Der Vordersatz läßt Gott seine Rechte erheben, und der Nachsatz erzählt als Folge, wie die Erde, ארץ — anstatt des erwarteten Meeres, ים — die Aeqypter verschlang. Das lebensfrische, kraft- und schwungvolle Bild: נשפה ברוחך כסטו ים צללו כעופרת כמים אדירים in Vers 10 wird hier, Vers 12, gegen allen poetischen Tact abgewechselt und abgeschwächt durch die matte, kraft- und schwunglose Redefigur: נטיח ימינך הבלעמו ארץ. Dies ergab die Fabel: Meer und Land nach dem Untergang der Aegypter oder Die Ergebung Ln die Gottrsstrafe. Mechilta, Abschn. Beschallach, מסכחא רשירח, Kap. 9, heißt es : דבר אחר נטיח ימינך תכלעמו ארץ מגיד שהים י} זורקן ליבשה והיבשה זורקן לים אמרה יבשה ומה אם 1 2 *) בשעה שלא קבלתי אלא דם הבל שהיא יחידי נאמר לי ארור אתה *} וגו׳ עתה איך אוכל לקבל (4 דמן של אכלוסין הללו עד שנשבע לה הקרוש ברוך הוא שאינו מעמידה 1)/ *), *) und *). Sämmtliche bezeichneten Wörter erscheinen in unseren Mechiltha-Ausgaben etwas corrumpirt und ist bei Friedmann nach Jalkut im Namen der Mechiltha jedesmal das richtige, hier mit einem Zeichen versehene Wort beigefügt.