Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-01-01 · Heft 1 (Januar 1880) · p. Seite 35

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 1 (Januar 1880)
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1880-01-01
Page
Seite 35 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829528-2829530-2844449--19292-2844498
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Beiträge zur vergleichenden Sagen» und Märchenkunde. 38 Anträge zur vergleichenden Sagen- und Märchen- Kunde. Einleitung. Mit einer kleinen Summe von Elementen operirt die Natur unbewußt, der menschliche Geist aber bewußt und freithätig und schafft die mannigfaltigsten Gebilde. Aus einer kleinen Anzahl von Stämmen, entwickelt sich mit der fortschreitenden Vernunftthätigkeit die Sprache mit ihrem reichen Schatze von Worten und Bildern; aus einer kleinen Anzahl ursprünglicher Erzählungen, entwickelt sich die unendliche Mannigfaltigkeit der Sagen und Märchen, der Erzählungen und Novellen, die trotz ihrer Verschiedenheit irntereinander, den Zusammenhang mit den Urgebil- : den jedoch mehr oder minder deutlich erkennen laffen. Benfey! zuerst hatte es in der Einleitung zu seiner Uebersctzung des indischen Fabelbnches Pantschatantra (Lpzg. 185!)), unternonimen, diese ganze Fülle auf einige Urformen zurückznführen, indem er alle Entwickelungen nach den verschiedensten Seiten hin verfolgte, und ihren Zusammenhang nachwies. Ein Ziveig der Weltliteratur wurde aber von ihm so gut wie gar nicht berücksichtigt,, obzwar darin diese Seite der geistigen Production sehr reich vertreten ist. Ich meine die jüdische Literatur, von welcher Benfey hin und wieder nur aus das jüdisch-deutsche Simchoth-hanefesch hinweist. Die hebräische Sprache, in welcher diese Literatur abgefaßt ist, hat Je» den von deren Untersuchung abgeschreckt und dadurch auch von ' der Würdigung derselben entfernt. Und gerade für diese Literatur der Märchen und Sagen haben die Juden das größte | Interesse an den Tag gelegt, und ich stehe nicht an, sie zum l i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.