Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1880)
- Article
- Zur Composition der agadischen Homilien
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 2)
- Language
- German
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20 Zur Composition der agadischcn Homilienganz gewiß alten Ursprunges sind, wie in der Ausleg. zu 2, 7 (השבעתי) der Ausspruch: ד׳ שביעית השביען כנגר ד׳ רירית שדחקו על הקץ ונכשלו ואלי הן אחר ביטי עטרם יאחד ביטי דיניי. ים׳, worüber zu vgl. Grütz III' S. 458. Vielmehr wollen wir hier auf einige zu fammenhängende Stücke aufmerksam machen,die von den Jhrg. 1879 S. 461 charakterisirten wesentlich verschieden sind, mtb bei denen die Annahme, daß sie aus einer und derselben Quelle oder aus sehr verwandten Quellen entlehnt sind, nicht unwahrscheinlich ist, oder wahrscheinlicher wenigstens, als sie für eigene Bearbeitungen des Autors des Cant. r. (vgl. G. V. S. 263 Anm. f.) zu halten. Es sind dies große, um« fangreiche Stücke, welche Auslegungen zu mehreren Versen enthalten und zumeist aus vielfachen Variationen bestehen, in denen (und zwar in ganz anderer Weise als es in den Variationen der älteren Midraschim geschieht) immer dieselben Elemente, oft wörtlich ganze Sätze wiederkehren, in einigen auch mit Vorliebe zahlreiche Mischnastellen rc. verwendet werden. In den Ausgaben sind diese Stücke fast durchweg falsch abgetheilt, wodurch der Ueberblick über dieselben noch mehr erschwert ist. Sicherlich gehören solche Stücke einer späteren Entwickelung des Midrasch an, d. h. der Zeit nach der Abfassung der Pesikta, Gen. r., Lev. r.; ihre Variationen sind Nachbildungen von älteren Auslegungen oder weitere Ausführungen, Bearbeitungen von agadischcn Gedanken, bieder betreffende Autor bereits vorgefunden hatte; auch finden sich viele der oben angemerkten Entlehnungen in eben diesen Stücken. — Ein solches Stück ist nun zunächst die Auslegung zu H. L. 3, s—10 (אפריזן ובר), die wir schon Jhrg. 1879 S. 272 f. zu besprechen Veranlaffnng hatten, woselbst wir die Gliederung des Stückes, die Wiederholungen rc. angaben. Die erste Auslegung bis שנאמר ויהי בייט בלית טשה ist ein Proöm der Pesikta (Pes. S. 2 af.), die folgende Variation ist eine Nachbildung