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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-01-01 · Heft 1 (Januar 1879) · p. Seite 40

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 1 (Januar 1879)
Article
Zur Amlethsage
Date
1879-01-01
Page
Seite 40 (sequence 3)
Language
German
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40 Zur Amlethsage. oberhalb, da erhob sich in der Nacht der aus dem schlechten Bette liegende und sprach: Glaubt Ihr etwa, daß ic^ auf eine m Bette liege, auf der bloßen Erde liege ich; worauf ein Zweiter entgeguete: Auch das Fleisch, das wir Abends aßen, hatte den Geschmack von Hundsfleisch, daraus erwiderte der Dritte: Auch der Wein, den wir des Abends getrunken, roch nach einem Leichnam, woraus der Vierte sortfuhr: Und dies; nimmt Euch so sehr Wunder, da doch der Hausherr selber nicht der Sohn seines vermeintlicheu Vaters ist. Sobald der Athener solches hörte, sprach er zu sich: Eines von diesen 4 Dingen ist wahr, die 3 anderen aber falsch. Am Morgen ging er aber dennoch zürn Fleischhauer, und verlangte von ihm ein Stück von demselbeu Fleisch, das er Abends vorher bekommen, worauf dieser sagte, er habe kein solches mehr. Was ist denn daran, (daß Du Bedenken trägst, mir solches zu geben?) Der Fleischhauer sagt nun: Ich hatte ein säugendes Saturn, dessen Mutier starb, und da wir eine Hündin hatten, ließen ivir das Lamm vott dieser säugen. Abends aber, als Du kamst, hatten wir großen Blattgel an Fleisch, uub da Du welches verlangtest, kottntett wir Dir kein anderes als dieses Lamnrfleisch geben. Darauf sprach der Athener zu sich: 2 Dittge sind bereits wahr, aber 2 bleiben noch imnter falsch. Er ging hierauf zum Gastwirth und sprach: Gieb mir vom gestrigen Weine, worauf auch dieser entgeguete, er habe feinen derartigen mehr. Wie stehts mit dem Weitte? fragte der Athener. Einen Weittstock hatte ich, entgeguete der Gastwirth, der auf deni Grabe itnseres Vaters gepflanzt war, den Wein habett wir aufbewahrt und in die Kufe gegeben; da ich aber, als Du tim Wein kamst, gerade großen Mangel au Wein hatte, gab ich Dir diesen. 3 Dinge sind schotr wahr, das eine aber scheint mir noch falsch, sprach der Athener zu sich. Gittg zu seiner Mutter und fragte sie: ״Wessen Sohn bin ich?" Der Sohn Deines Vaters. Sage mir aufrichtig, wessen Sohtt

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