Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Sendschreiben der Palästinenser an die ägyptisch-judäischen Gemeinden wegen der Feier der Tempelweihe
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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L Das Sendschreiben der Palästinenser an tisch-judäischen 7)״. Das andere Datum lautet: ״Im Jahre 188" (I, in) Diese Data wären von bedeutender Wichtigkeit, wenn die Echtheit dieser Piece festgestellt wäre. Allein diese wird schonungslos angefochten, theils ans dem Inhalte der sendschriftlichen Mittheilungen und theils wegen der Nachbarschaft derselben mit dem zweiten Makkabäerbuche. Dieses Buch, angeblich ein Auszug ans fünf Büchern von einem Jason von Kprene, enthalt so viel Sagenhaftes, so gehäufte Wundergeschichten und so viel Verstöße gegen anderweitig beurkundete geschichtliche Angaben, daß die Kritik eimuüthig ihr Verdammnngsurtheil darüber ausgesprochen und nur Welliges darin als Geschichtlich anerkannt hat. Der Eingang zu diesem Buche, eben diese sendschriftliche Piöce, ist, weil mau sie als iutegniren Bestandtheil von jenem angesehen hat, in das Verdauuugsnrtheil hineingezogen worden. Zwar ist es erkannt worden, daß der Eingang nicht zruu ganzen Buche gehöre, daß er sich durch seine Schlfärbnug davon wesentlich unterscheide, daß er also ein selbstständiges literarisches Produkt bilde und von seiner Nachbarschaft nicht blos losgelöst werden könne, solldern müsse. Diese Scheidung hat scholl Hugo Grotius geinacht. Nichts desto weniger hat diese Piece nach dem Urtheile derer, welche die apokryphische Literatur einer kritischen Untersuchung unterzogen, das Schicksal des zweiten Makkabäerbllches theilen müssen, selbst derer, welche sie als besondereil Bestandtheil behallbeiten, der nur zufällig mit dem Hauptbuche verbunden sei. Alleiil die Unechtheit dieses Einganges ist noch keillesweges über allen Zweifel erwiesen, zumal wenil man ihn, wie gegenwärtig allgemein angenomnien wird, als selbstständige Piöce behandelt. Die Argumente, welche dafür geltend gemacht iverden, sind keineswegs so durchschlagend, um ein endgültiges Resultat anfzudrängeu. Eine kritische Behandlung desselben dürfte