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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 1
Article
Studien über die Tosifta I
Date
1875-01-01
Page
Seite 31 (sequence 7)
Language
German
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Studien über die Tosifta. 31 rufen, hier sehen Sie es also mit Ihren eigenen Augen, daß der Jeruschalini unsere Mischna nicht gekannt hat. Es ist eine Erfindnng der babylonischen Amoräer, daß die Sendboten schon zur Zeit des Tempels existirt haben, aber man darf es ihnen nicht verübeln, daß sie die Geschichte gefälscht haben, denn sie wurden durch die ״Zeitverhältnisse" gedrängt, diese Neuerung recht weit hinaus zu setzen, um der Opposition gegen den Jom tob scheni steuern zu können." Mag sein! Aber in diesem Falle müssen wir auch die ganze Halacha 4. im Jeruschalini als ״Fälschung" bezeichnen, weil sie von Anfang bis zu Ende ohne die gefälschte Mischna keinen Sinn hätte. — Will man also die ״Theorie der Fälschungen" I)r. Zuckermandel's nicht acceptiren, so kann matt nicht umhin, mit Frankel anzuuehmen, daß im Jeruschalmi hinter dem Worte רבי das nomen proprium ausgefallen sei. Damit ist für uns Alles in Ordnung; für Herrn vr Dünner freilich hat die Sache noch immer einen Haken, denn auf welche Weise die hier in Rede stehende Tosifta aus der Boraitha entstanden sein mag, wird es sich wohl schwerlich erklären können. (Fortsetzung folgt.)

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