Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 1 · p. Seite 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 1
Article
Biographie Agrippa's II.
Date
1871-01-01
Page
Seite 19 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829402-2829404-2843848--13207-2843877
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Biographie Agrippa's II. 19 zu dem eben angekommenen Cestius Gallus die Verwaltung seines Fürstenthuncs übertragen hatte. Varus sollte die Nachricht an Agrippa weiter befördern, denn es hatte sich allgeineiu das Gerücht verbreitet, Philipp sei gefallen. Aber Varus hatte den verrätherischen Plan gefaßt, mit Hülfe der syrischen Bevölkerung sämmtliche Juden in! Reiche Agrippa's zu ermorden und sich selber zum Fürsten des Landes aufzuwersen 1). Dein Verräther an den eignen Brüdern sollte Gleiches mit Gleichem vergolten werden. Er unterdrückte deshalb die Briefe Philipps an Agrippa. Schon hatte er mit der offenen Meuterei den Anfang gemacht und eine Reihe der edelsten Männer von den sogenannten Babylonischen Juden niedermetzeln gelassen, als der wieder genesene Philipp Nachricht von dem Verrathe erhielt. Er setzte sich in Gamala an die Spitze des erbitterten Volkes, dessen Wuth er nur mit Mühe bündigen konnte. Agrippa wurde indessen schleunigst von Allem in Kenntniß gefetzt und unterdrückte, aus Furcht vor dem Einschreiten der Römer, die Sache möglichst friedlich. Varus wurde abgesetzt, und Aequiculus Modius trat an seine Stelle. Den Philipp aber belohnte er damit, daß er ihn den Römern als einen tüchtigen Feldherrn auf's angelegentlichste empfahl. Ich kann hier umnöglich näher auf die Wechselfälle des Krieges eingehen, sondern werde nur die Ereignisse hervorheben, bei denen Agrippa thätig in die Verhältnisse eingriff. — Als das Römerheer unter Cestius Gallus heranrückte, schickte er ihm Hülfstruppen, so viel er nur auftreiben und bezahlen konnte, j zweitausend Reiter und tausend Mann Fußvolk. Er selber begleitet s das Heer überall, um die Wege zu weisen und Nahrungsmittel j zu beschaffen. Das verschweigt sogar Josephus nicht. So tief! also war der letzte Sproß der unächten Hasmonäer gesunken, j Noch einmal wagte er es, wahrscheinlich auf Befehl des Oberfeld-! Herrn, denn Josephus sagt: a) evda de xandwv ' Ayqinnac, ovd'e tä ‘Pwfiaowv dxtvdvva, 7rkrjltovc dneiqov nokefiCwv neq1e%0<\>T0g, exqcvev x. %. ג., den Juden den Frieden anzubieten. Er selbst ') B. j. II. 18. und vita, 11. *) B. j. II 19, 3. 2*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.