Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die beiden Ben-Ascher und die Masora
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Die beiden Ben-Ascher und die Masora. 3 geblieben wäre, sprechen noch Bleek und Schräder von diesen beiden Masoreten mit derselben Datmnangabe, wie der Vers, des Tiberias. Der Erster« (Einl. im alt Test. S. 337) macht Ben - Ascher zum Zeitgenossen Jehudah Chajug', ohne auch nur in Betracht zu ziehen,daß die erste wissenschaftliche Grammatik des Vorhandensein einer abgeschlossenen Masora voranssetzt. Der Letztere, welcher die achte Ausgabe des de Wette'schen Lehrbuches der Einl. neu bearbeitet (im Nov. 1869 vollendet) hat, spricht von Ben-Ascher, als wenn bisher gar nichts Neues von ihm bekannt gewesen wäre (S. 215). ״Ahron ben Asche und Jakob Ben-Naphtali, jener ein Palästinenser, dieser ein Babylonier, beide vielleicht Vorsteher von Akademien, nach Gedaljah um's Jahr 1034". Dazu werden noch gelehrte Citate herangezogen: Buxtorf traotatus äs punct. antiq. Walton prolog. dann daß Maimonides eines von Ben-Ascher corrigirten Bibel-Codex erwähnt, llnbekannt ist diesen Jsagogisten geblieben, welche Wichtigkeit gerade Ven-Ascher in der Masora erlangt hat, daß er wahrscheinlich ein Karäer gewesen ist, und daß die masoretische Thätigkeit vielleicht mit dem Karäisurus zusautmenhängt. Nicht einmal Delitzsch' Wink wurde beachtet, welcher der 25. Orientalisten-Versammlung (1867) ein Bruchstück der Masora Ben-Aschers vorgelegt und in den Eingangsworten dessen karäisches Bekenntniß adoptirt hat. In Herzog's Neal-Encyclopädie sucht man vergebens einen Artikel oder eine Notiz über Ben-Ascher und Beu-Naphtali. Es dürfte daher an der Zeit sein, diese Studie anzuregen und vor Allem einen festen chronoligischen Punkt zu gewinnen, um von demselben aus sich rückwärts und vorwärts bewegen zu können. Ist das Jahrhundert festgestellt, in dem Ben-Ascher gelebt hat, so kann man weiter ermitteln, welche Vorgänger er hatte, welches Material ihm Vorgelegen hat, und wie er dieses ntasoretisch bearbeitet hat. Dadurch läßt sich auch feststellen, welches Verhältniß zwischen der sog. großen Masora und dem 1*