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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 1 · p. Seite 38

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1869-01-01
Page
Seite 38 (sequence 1)
Language
German
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88 Recensioneir. Recensionen. J. K. Chcyne Notes and Criticisms on the Hebrew text of Isaiali, London 1868, Macmillan and Co. 8, IX, 42. (Noten und kritische Untersuchungen über den hebr. Text Jesaias'.) Es ist eine erfreuliche Erscheinung, daß die stockorthodoxe Oxforder Theologie (und dieser Schule gehört der Vers, an) die Augen zum Licht erhebt und an dem dichten Nebel der typologischen, kirchlichen Auslegung der alttestamentlichen heiligen Schriften keinen Gefallen mehr findet. Die englische Theologie, die noch immer unter dem Banne der Episkopalverfassung steht, ist die am meisten zurückgebliebene und steht fast mit der katholischen auf einer Stufe. Ihr gilt das alte Testament noch immer als ein bloßer beziehungsreicher, aber unvollkommener Vorläufer des neuen Testaments. Besonders ist Jesaia's Feuersprache in ihren Augen weiter nichts als eine fortlaufende mehr oder weniger verhüllte Weissagung auf Jesus und die Kirche. Der Verf. hat es gewagt, diese ausgefahrene Straße, an deren Ende reiche Pfründen zu erwarten sind, zu verlaffen und einen eigenen Weg einzuschlagen. Er wollte, wie er Eingangs angiebt, ״einen geringen Beitrag zu einem mehr wissenschaftlichen Studium des alten Testaments liefern". Er achtete ״die Unabhängigkeit oder die Befreiung von Autorität noch höher als die Resultate", die er zu Stande gebracht haben sollte. Nr. Cheyne hat sich bei der Bearbeitung des Jesaias zum Ziele gesetzt, ״nichts aus zweiter Hand zu nehmen und Niemanden Meister zu nennen", mit einem Worte eine unabhängige, voraussetzungslose Exegese anzubahnen. Er giebt aber nicht einen vollständigen, fortlaufenden Commentar zu Jesaias, sondern bloß die Erklärung einer Auswahl von Versen und Wörtern, die er selbstständig und richtig gefunden zu haben glaubte. Was er eigentlich mit einer, den deutschen Exegeten jedenfalls sonderbar klingenden Unterscheidung sagen wollte, ist Rec. unklar geblieben. ״Das alte Testament ist zugleich literarisch und theologisch und verlangt vom Ausleger die

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