Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Ebioniten des alten Testaments
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
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20 Die Moniten des alten Testaments. Man kann indessen, wenn man in den Worten der Propheten auf die Schlagwörter achtet und ihre Tragweite genau abmißt, sich gewisse verschleierte Vorgänge im Innern des Volkes verlebendigen. Man wird darauf geführt, daß es eine Zeit gegeben hat, in welcher diese Klasse nur eine passive Rolle gespielt und eine andere, in der sie aus der Passivität herausgetreten ist. Schlich folgt. Aie erste Meinungsverschiedenheit in der hal'achischen Hesetzgeöung. Bei der immer mehr zunehmenden Divergenz der Meinungen in der Gesetzesauslegung und Gesetzesbestimmung, besonders seit der Zeit, als die synhedriale Einheit einer Verschiedenheit der Schulen nach der Tempelzerstörung und Jochanan b. Sakka't's Tod gewichen war, ist den Spätem noch eine schmerzliche Erinnerung davon geblieben: daß diese Zerfahrenheit in der Halacha nicht der ursprüngliche Zustand gewesen sei, daß es vielmehr eine Zeit gegeben habe, wo über jeden Punkt des Gesetzes oder der Gesetze vollständige Uebereinstimmung geherrscht habe. Dieser Rückblick auf die ursprüngliche Einheit und das darauf erfolgte halachische Schisma wird an die allererste Controverse über eine halachische Materie angeknüpft, welche zwischen den beiden ersten Würdeträgeru des Synhedrin einige Generationen hindurch stattfand, nämlich über!סטיכו, das Handanflegen. Josö ben Joeser, Josna b. Perachja, Jehuda b. Tabba't, Abtalion und zuletzt Schamma'l behaupteten im verneinenden Sinn (שלא לסב!,ך), ihre correspondirenden Collegen dagegen: Jos« b. Jochanan, Ni-