Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 8)
- Language
- German
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A eherw wirft' uiid’ dass;sib sieb nicht um die: ' lichkeit ihrer Mitbürger beworben haben“,?bemerkt^^Vjerfas^e^^p ״Lag es denn wirklich im freien Beließen der Juden! sieb dem regen gewerblichen Treiben der Städte zu betheiligen ״Die ganze Ausbildung des gewerblichen Lebens und desTnnürigs»;^Jj| Wesens schloss den Juden von jeder Theilnahme an Handel und 7|?|! Handwerk aus, und es blieb ihm keine andere Wahl, als vom;:||j$|f. Schacher und Wucher zu leben; denn der mittelalterliche Staat liess ihm keine andere Erwerbsquellen. Und sind wir berechtigt zu glauben, dass es in den auf die Kreuzzüge folgenden; Zeiten noch möglich war, ״die brüderliche Anhänglichkeit der Mitbürger“ zu gewinnen? Weder einzelne Ereignisse, noch die "MM allgemeinen Zustände jener Jahrhunderte rechtfertigen diese Annahme.“ (Schluss folgt.) V;j EH Polnische Juden. Geschichten und Bilder von Leo i Herzberg-Fränkel. Wien, 1866. A. Hilberg. > Wer uns von der Cultur und Gesittung eines noch nicht ziLi reifer Bildung entwickelten Volkes auf Grund eigener Beobach-,ך tungen ein klares, anschauliches und lebensvolles Bild geben׳; will, muss vor Allem zweien Erfordernissen gerecht werden:■; vorerst muss sein eigenes Denken und Fühlen mit den Sitten; und socialen Zuständen eng verwachsen gewesen sein, deren; Darstellung er unternimmt, dann aber muss er die sein Bewusst«* sein und den Kreis seines Denkens beengenden Schranken einer einseitigen nationalen Anschauung durchbrochen und sich zur Höhe freier, allgemein menschlicher Bildung emporgeschwungen - haben. Herrscht keine Verwandtschaft zwischen dem Autor, und dem Volksleben, welches er schildert, so wird er, wenn.7 anders seine Forschung eine gründliche und redliche ist, wohL die einzelnen Gebräuche und Sitten dieses Volkes beschreiben , können, er wird, wenn es hoch kommt, ein Skelett desselben zusammenstellen und uns, wie ein Anatom, über die einzelnen,; Th eile genau unterrichten; aber von dem Leben, das in dies ent׳.: Volkskörper pulsirt, werden wir nichts erfahren. Noch viel häufiger freilich tritt: der andere Fall ein, dass die Darsteller*־:, von ihrer Phantasie verführt, die willkürlich erschaffenen, Ge^, bilde ihres eigenen Geistes, welche mit den in Wahrheit existi« : Frankel, Monatsschrift.. XVI. I Z 1 ■ . , .VW